Navigation:
Migration

Demonstration von Rechten im Lager Friedland verboten

Friedland (dpa/lni - Eine von Rechtsextremen im Grenzdurchgangslager Friedland geplante Demonstration ist vom Landkreis Göttingen verboten worden. Begründet wurde das Verbot mit einer drohenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit in dem mit 4000 Flüchtlingen restlos überfüllten Lager.

Bis zum frühen Abend gab es keinen Widerspruch gegen die Verfügung, sagte der Sprecher der Kriesverwaltung. Die Versammlung wollte am Samstag der Arminius-Bund abhalten.

Eine vom "Göttinger Bündnis gegen Rechts" angemeldete Solidaritäts-Demonstration für die Flüchtlinge wurde vom Landkreis dagegen genehmigt. Die Veranstaltung unter dem Motto "Ihr seid willkommen - kein Platz für Nazis in Friedland" soll außerhalb des Lagers stattfinden.

Der als ausländer- und judenfeindlich eingestufte Arminius-Bund hatte eine Mahnwache mit zehn Teilnehmern angemeldet, die angeblich der Unterstützung Deutschstämmiger in der Ost-Ukraine dienen sollte. Das Bündnis gegen Rechts wertete die geplante Veranstaltung als reine Provokation.

Die Göttinger Polizeiführung hatte sich für ein Verbot der von den Rechtsextremen geplanten Demonstration in Sichtweite des Lagers eingesetzt. Die Polizei befürchtet, dass es unter den durch Krieg und Flucht teilweise traumatisierten Lagerbewohnern zu unkontrollierbaren Panik-Reaktionen kommen könnte, falls sich Beamte in größerer Zahl im Lager aufhalten müssten, um Rechtsextremisten und Gegendemonstranten zu trennen.

Am Freitag demonstrierten Flüchtlinge aus Syrien in Friedland nach Angaben der Polizei ohne Zwischenfälle für schnellere Asylverfahren und eine bessere Unterbringung im Lager.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was halten Sie von einem Rauchverbot im Auto?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie