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Landtag

Debatte um Pleite von Kaviar-Hersteller im Landtag

Die Hintergründe für die Förderung des inzwischen insolventen niedersächsischen Kaviar-Produzenten Vivace Caviar haben am Donnerstag den Landtag in Hannover beschäftigt.

Hannover. Das Vorhaben habe den Förderrichtlinien entsprochen, betonte Agrarminister Christian Meyer (Grüne) am Donnerstag im Landtag in Hannover. In seiner Antwort auf eine dringliche CDU-Anfrage sagte er: "Das war eine Entscheidung nach Recht und Gesetz." Die 670 000 Euro Fördermittel seien über einen Grundbucheintrag abgesichert.

Das Unternehmen in Loxstedt bei Bremerhaven hatte im Mai 2014 damit begonnen, die Edel-Delikatesse weltweit einmalig von lebenden Stören zu gewinnen. "Diese Idee ist erst mal brilliant und hätte funktionieren können", so Meyer. Herkömmlich werden die Fische dafür getötet. Ein erster Förderantrag war nach seinen Angaben schon vor dem Antritt der rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen gestellt worden. Mehrere CDU-Politiker hätten sich wegen möglicher Fördermaßnahmen damals an die Landesregierung gewandt.

Mehrere Betriebs-Besichtigungen hätten keine Hinweise auf Verstöße gegen Tierschutz-Richtlinien ergeben. Ein Einsatz von Hormonen, die den Eisprung beim weiblichen Stör erleichtern, sei zunächst nicht angemeldet worden. Erst später gab es einen Antrag im Rahmen einer klinischen Studie. Das sei mit Blick auf den Artenschutz aber auch nicht bedenklich gewesen. Die CDU vermutete, dass sich die Firma durch irreführende Angaben eine Förderung "erschlichen" habe.

dpa


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