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Bundestagsabgeordneter mit Computer.

Bundestagsabgeordneter mit Computer. © Wolfgang Kumm/Archiv

Landtag

Cyber-Attacken auf Landesverwaltung nehmen zu

Gezielte Cyber-Attacken auf das Netz der niedersächsischen Landesverwaltung nehmen zu. "Wir registrieren neben Phishing-Wellen, Infektionsversuchen mittels Viren und Trojanern und DDos-Angriffen auf die Infrastruktur des Landesnetzes auch eine Zunahme gezielter und professionalisierter Angriffe", sagte die Sprecherin des Innenministeriums, Nadine Bunzler, der Deutschen Presse-Agentur.

Hannover. Nach den Angriffen auf das Computersystem des Bundestags will Niedersachsen über das Thema auch bei der Innenminister-Konferenz Ende Juni in Mainz beraten.

Der niedersächsische Landtag ist von Attacken bisher verschont geblieben. "Uns ist kein solcher Fall bekannt", sagte Parlamentssprecher Kai Sommer.

Die Landesverwaltung hatte erst im vorigen Herbst auf mehreren tausend Rechnern mit der Installation neuer Browser-Versionen von Mozilla (Firefox) und Google (Chrome) eine akute Sicherheitslücke geschlossen. Sie hätte es Angreifern potenziell ermöglicht, sichere Verbindungen mit anderen Websites vorzutäuschen. Das Land hatte sich außerdem mit Microsoft auf eine einjährige Service-Verlängerung für das Betriebssystem Windows XP geeinigt.

Nach dem gerade vom Bundestag verabschiedeten IT-Sicherheitsgesetz müssen künftig neben Unternehmen auch Bundesbehörden bestimmte Mindestanforderungen an ihre Computersysteme erfüllen, die das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik festlegt. Das neue Gesetz sollte zunächst nur Unternehmen wie Banken, Versicherungen oder Energieversorger zu einem besseren Schutz vor Angriffen auf ihre Computersysteme verpflichten. Wichtige Unternehmen müssen zudem schwere Angriffe auf ihre Systeme melden.

In Niedersachsen sind viele Unternehmen aber noch nicht für die Internet-Gefahren sensibilisiert. Insbesondere die kleinen und mittelgroßen Unternehmen müssten dem IT-Schutz einen größeren Stellenwert beimessen, mahnt der Niedersächsische Industrie-und Handelskammertag (NIHK). "Wir haben den Eindruck, dass bei vielen von ihnen kein ausreichender Schutz besteht und auch das Gefahrenbewusstsein noch nicht sonderlich stark ausgeprägt ist", erklärte NIHK-Chefin Susanne Schmitt. Sie sieht die Unternehmen selbst in der Pflicht und kritisiert das neue IT-Gesetz unter anderem wegen eines erheblichen Mehraufwandes.

dpa


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