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Die Latzhose eines Mitarbeiters mit dem «Continental ContiTech»-Logo.

Die Latzhose eines Mitarbeiters mit dem «Continental ContiTech»-Logo. © Ole Spata/Archiv

Industrie

Contis Industriesparte kauft Dämpfer-Spezialisten

Continentals Industriesparte ContiTech stärkt sich mit einem Zukauf in Australien. Das Dax-Unternehmen übernimmt den Schienenverkehr-Spezialisten Vulcanite aus Sydney, wie der Technologiekonzern am Mittwoch mitteilte.

Hannover/Sydney. Die australische Firma mit nur rund 60 Mitarbeitern ist Spezialist in einer Nische, in der es gilt, mechanische Vibrationen zu dämpfen. Sie entstehen etwa im Schienenverkehr oder bei Rammen, die zum Beispiel Spundwände setzen.

Bei den Feder- und Dämpfsystemen kommt es oft auf die Kombination von Gummi und Stahl an. Zum Kaufpreis wurde nichts bekannt. Laut Angaben aus der Branche dürfte aber ein einstelliger Millionen-Euro-Betrag realistisch sein. Nach Conti-Angaben arbeitet Vulcanite mit drei der vier weltweit führenden Schienenfahrzeughersteller zusammen sowie mit drei der weltgrößten Hersteller von Vibrationsrammen. Die Australier seien neben ihrer Heimat auch in den USA präsent und produzieren seit 2012 an einem "hochmodernen" Standort in Seremban, Malaysia.

Zuletzt hatte ContiTech für einen Milliardenbetrag den Kautschuk- und Kunststoffexperten Veyance aus den USA gekauft - musste damals aber aus kartellrechtlichen Gründen die Veyance-Luftfedersparte abstoßen. Auf genau diesem Gebiet sieht Conti nun Wachstumswege mit Vulcanite.

ContiTech hat eine eigene Luftfedersparte, die etwa Lärm auf der Schiene reduziert. Denn Züge können 100 Dezibel laut werden - ein Presslufthammer 90 Dezibel. Lärmschutz bei Zügen ist ein wachsendes Geschäftsfeld. So plant die Deutsche Bahn, bis Ende 2016 die Hälfte der Güterwagenflotte mit der so genannten Flüsterbremse auszustatten.

dpa


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