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Chinesen kaufen Broetje-Automation

Chinesische Firmen sind weiter auf Akquisitionstour in Deutschland. Das mittelständische Hightech-Unternehmen Broetje Automation geht an einen Investor in Schanghai.

Rastede/Frankfurt/Main. Der chinesische Mischkonzern Shanghai Electric Group hat den Rasteder Luft- und Raumfahrtzulieferer Broetje-Automation (BA) gekauft. Das teilte die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) als Haupteigentümer am Montag in Frankfurt mit. Auch der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr als Minderheitsgesellschafter und weitere Co-Investoren hätten ihre Anteile veräußert.

Broetje-Automation mit Sitz im niedersächsischen Rastede produziert unter anderem Nietmaschinen und -anlagen, mit denen große Elemente eines Flugzeugs wie Rumpf, Flügel und Cockpit aus Metall oder Kohlefaser automatisch genietet, gefügt und montiert werden können. Das Unternehmen zählt 850 Mitarbeiter.

Die Transaktionswert wurde mit insgesamt 200 Millionen Euro angegeben. Dabei werde ein Kaufpreis von rund 173,5 Millionen Euro von den Käufern an die Verkäufer gezahlt, teilte Shanghai Electronic (SEC) mit. Entsprechende Verträge seien am Samstag unterzeichnet worden. Der Vollzug stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

An der Broetje-Automation GmbH war bislang der von der DGAB verwaltete "DBAG Fund V" mit 77 Prozent beteiligt, Dürr hielt elf Prozent und das Unternehmensmanagement von Broetje ebenfalls elf Prozent. In diesem Jahr wird bei Broetje ein Umsatz von 190 Millionen Euro erwartet. DBAG hatte das Unternehmen im März 2012 übernommen. "Mit der Veräußerung erzielt die DBAG eine Rendite oberhalb ihrer üblichen Erwartungen", hieß es.

BA-Geschäftsführer Bernd Schröder begrüßte die Entscheidung: "Wir sind seit mehr als sechs Jahren in China aktiv und bieten dort inzwischen unser gesamtes Produktportfolio an. Shanghai Electric ist unser Wunschpartner, da er die unabhängige Entwicklung des Unternehmens in den Schlüsselmärkten Europa, USA, Japan, Russland und insbesondere China unterstützen wird."

SEC war erst kürzlich mit rund 20 Prozent beim angeschlagenen schwäbischen Maschinenbauer Manz eingestiegen. Manz stellt Maschinen für die Solar- und Batterieindustrie her, dazu Displays für Tablet-PCs, Smartphones und Notebooks.

dpa


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