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MIT KUPFERSCHATULLE: Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) und Finanzminister Peter Jürgen Schneider (SPD) bei der Grundsteinlegung. Foto: dpa

Landtag

Busemann legt Grundstein für neuen Plenarsaal

Wie ein tristes Betonskelett wirken derzeit die Reste des alten Plenarsaals in Hannover. Das soll sich bis 2017 ändern. Ein helles, modernes und transparentes Parlament soll im Herzen Hannovers entstehen. Der Anfang dafür ist gemacht - mit einer Kupferschatulle.

Hannover. Um kurz nach 13.00 Uhr war es soweit: Mit der offiziellen Grundsteinlegung hat Landtagspräsident Bernd Busemann am Dienstag die Aufbauarbeiten für den neuen Plenarsaal des Parlaments in Hannover gestartet. Damit ist die seit Sommer 2014 laufende Abrissphase endgültig abgeschlossen.

Monatelang hatten die Arbeiter mit teils schwerem Gerät den maroden Bau des Architekten Dieter Oesterlen entkernt und für die Neugestaltung vorbereitet. Bis Sommer 2017 soll das ehrgeizige Bauprojekt abgeschlossen sein.

"Wir werden heute, getreu der zeitgemäßen Tradition, in einer Schatulle druckfrische Tageszeitungen, ein paar ausgewählte Münzen, Baupläne und Firmenverzeichnisse in den Grundstein einmauern", sagte Busemann. Unter den Gegenständen in dem Kupferbehälter war auch ein Abgeordnetenverzeichnis als Zeitdokument beigefügt. Die Baukosten sind bislang mit rund 52,8 Millionen Euro veranschlagt. Ob das Budget ausreicht, ist nach Angaben des Finanzministeriums derzeit noch nicht absehbar. Busemann äußerte sich aber optimistisch: "Die Baukosten bewegen sich derzeit im Rahmen der Planungen. Blicken wir also zuversichtlich auf die kommenden Monate."

Zur Grundsteinlegung auf der imposanten Großbaustelle waren kurz vor Beginn der letzten Plenarsitzung vor der Sommerpause auch viele Abgeordnete aus dem nur wenige Meter entfernten provisorischen Landtag gekommen. Unter den Gästen begrüßen konnte Busemann zudem seine Amtsvorgänger Horst Milde, Rolf Wernstedt und Hermann Dinkla. Erneut betonte Busemann, dass der Landtag nach dem Umbau kein "Luxusbau" für die Parlamentarier werde, sondern ein modernes, transparentes und funktionelles "Haus der Demokratie".

Dienstherr des für den Bau verantwortlichen Staatlichen Baumanagements. Hierfür würden rund 4000 Kubikmeter Beton, rund 700 Tonnen Bewehrungsstahl sowie rund 300 Tonnen Stahltragwerke benötigt.


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