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Landgericht Bremen.

Landgericht Bremen. © Carmen Jaspersen/Archiv

Prozesse

Bremer Sportplatz-Mord: Achteinhalb Jahre für Haupttäter

Sie feierten und tranken zusammen - am Ende war der jüngste aus der Clique tot: Wegen des gewaltsamen Todes eines 15-Jährigen auf einem Sportplatz in Bremen muss ein 21-Jähriger ins Gefängnis.

Bremen. Die Große Jugendkammer des Landgerichts verurteilte ihn am Montag wegen Mordes zu achteinhalb Jahren Haft.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er das Opfer zusammen mit zwei anderen jungen Leuten zunächst zusammengeschlagen hatte. Später erstach der Haupttäter den 15-Jährigen mit 27 Stichen in den Hals. Warum es zu der Gewalttat kam, blieb im Prozess weitgehend unklar. Zuvor hatte die Gruppe Alkohol getrunken und Joints geraucht.

Der Vorsitzende Richter Christian Zorn sagte, mit den Schlägen und Tritten gegen den Kopf hätten die junge Leute tödliche Verletzungen ihres Opfers in Kauf genommen. Deshalb hätten sich alle drei auch wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht. Ein 18-jähriges Mädchen verurteilte die Kammer zu zwei Jahren Jugendstrafe, ein gleichaltriger Junge wird in der Psychiatrie untergebracht.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass alle drei Täter unterschiedliche Persönlichkeitsstörungen haben. Der 21-Jährige sei aber im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte gewesen, als er den jüngsten aus der Clique erstach. "Er wird deshalb eine langjährige Jugendstrafe verbüßen müssen", sagte der Richter.

dpa


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