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Mit verbundenen Augen steht die Luther-Statue an der Marktkirche.

Mit verbundenen Augen steht die Luther-Statue an der Marktkirche. © Julian Stratenschulte

Geschichte

Blinder Reformator: Luther-Statue bekommt Augen verbunden

Zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 1938 sind einer Luther-Statue in Hannover symbolisch die Augen verbunden worden. Der Reformator Martin Luther (1483-1517) habe vor allem in seinen späten Schriften das Judentum diffamiert und dämonisiert, teilte das evangelische Haus kirchlicher Dienste in Hannover mit.

Hannover. Zu dem symbolischen Akt des Augenverbindens trafen sich am Mittwoch Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann und Ursula Rudnick, Beauftragte für Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste, an der Marktkirche. Am 9. November wird überall in Deutschland an die Zerstörung der Synagogen durch die Nationalsozialisten erinnert.

Die Reformation feiert 2017 das 500. Jubiläum. "Während des Jubiläums müssen wir uns davor hüten, Luther blind zu verehren", teilte Landesbischof Ralf Meister mit.

dpa


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