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Wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls steht ein Geschäftsführer vor Gericht. 

Wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls steht ein Geschäftsführer vor Gericht. © Uli Deck/Archiv

Unfälle

Betonkübel trifft Arbeiter tödlich: Anklage erhoben

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall mit einem tonnenschweren Betonkübel an einem Baukran hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Osnabrück. Der angeklagte Geschäftsführer des Generalbauunternehmens und der Kranführer sollen gewusst haben, dass Bremse und Funkfernbedienung des Krans defekt waren, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Bei dem Unfall in Salzbergen im Februar 2015 war der Kübel mit 700 Litern Beton tiefer gerutscht als geplant und hatte einen 54 Jahre alten Arbeiters aus Ungarn tödlich am Kopf verletzt. Das Opfer habe bei dem Unfall entgegen der Vorschriften auf einer Leiter gestanden.

Der Geschäftsführer und der Kranführer sollen die Mängel gekannt haben. Diese seien zudem im Protokoll einer Reparaturfirma festgehalten worden, heißt es in der Anklage. Am Tag des Unfalls habe der Kranführer den auf der Baustelle verantwortlichen Polier über den Defekt informiert. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hätte der Kranführer das Gerät daher nicht in Betrieb nehmen dürfen.

Dem Polier wird vorgeworfen, den Geschäftsführer nicht sofort über den Mangel des Kranes informiert zu haben. Der Geschäftsführer habe trotz der seit Monaten bekannten Mängel den Kran nicht repariert.

dpa


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