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Kriminalität

Beratungsstelle: Arbeitsmigranten menschenunwürdig behandelt

Beratungsstellen in Niedersachsen haben von 2013 bis 2016 rund 3000 Fälle von ausgebeuteten Arbeitsmigranten betreut. Das teilte Katarzyna Zentner, Leiterin der Beratungsstelle für Mobile Beschäftigte in Hannover mit.

Hannover. Am Dienstag ist der europaweite Gedenktag gegen Menschenhandel und Sklaverei.

"EU-Bürger werden als Arbeitsmigranten wie Sklaven behandelt", sagte die Sozialpsychologin. Vielen würde kein oder zu wenig Lohn gezahlt, einige hätten keine Unterkunft und keine Verträge.

In den Beratungsstellen in Oldenburg, Braunschweig und Lüneburg würden sich pro Woche im Durchschnitt zehn Menschen melden. Meist arbeiten sie im Baugewerbe, in der Fleischindustrie oder in der Landwirtschaft.

Für die Behörden ist es schwierig, Täter zu festzusetzen. "Wir sind auf Zeugenangaben angewiesen, aber viele Opfer haben Angst", sagte René Münster, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Vor allem weil die Arbeiter oft bei Subunternehmen beschäftigt werden, sei es kaum möglich, die wahren Handelnden zu ermitteln.

dpa


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