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Innere Sicherheit

Behörde: Islam-Zentrum Rückzugsraum für Terror-Verdächtige

Der Bremer Verfassungsschutz hat das Islamische Kulturzentrum IKZ in der Hansestadt wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat im Visier.

Bremen. Das IKZ diene immer wieder als Rückzugs- oder Verabredungsraum, in dem sich Menschen mit Bezügen zum Terrorismus tummelten, sagte der Leiter des Bremer Landesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Joachim von Wachter, am Mittwoch vor einem Untersuchungsausschuss des Bremer Landtages.

Das Kulturzentrum beherberge derzeit die Mehrzahl der Salafisten in Bremen. Zu den Freitagsgebeten würden bis zu 500 Besucher registriert. Regelmäßig seien dort bis zu 300 Menschen, die dem Salafismus zuzurechnen seien, sagte von Wachter. Schätzungsweise zehn Prozent der Salafisten landeten in den Reihen der Terrormiliz IS.

Seit Anfang 2014 bis heute sind nach Angaben des Verfassungsschutzchefs 23 Menschen aus Bremen in die Gebiete des IS ausgereist, darunter auch Frauen. "Einige sind bereits zurückgekehrt oder dort gestorben. Sie alle wurden durch die salafistische Ideologie radikalisiert." Von Wachter, seit 2008 Bremer Verfassungsschutzchef, sagte im Untersuchungssausschuss aus, der die Pannen beim Anti-Terroreinsatz im Februar 2015 in der Hansestadt beleuchten soll.

dpa


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