Navigation:
Das stillgelegte Atomkraftwerk in Stade.

Das stillgelegte Atomkraftwerk in Stade. © Christian Charisius/Archiv

Umwelt

Bauschutt von Atomkraftwerk: Umweltministerium will nachmessen

Das sächsische Umweltministerium will den vom stillgelegten Atomkraftwerk Stade angelieferten Bauschutt selbst auf Radioaktivität überprüfen. Bürger seien eingeladen, gemeinsam mit Fachleuten Messungen am ersten Transport vorzunehmen, teilte das Umweltministerium am Freitag mit.

Dresden. Der Freistaat reagiert damit auf Kritik an den Plänen, in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1000 Tonnen Bauschutt auf der Deponie in Grumbach in der Sächsischen Schweiz einzulagern. Das Ministerium betonte, das Material sei so geringfügig radioaktiv, dass es normal entsorgt werden könne.

Der Bauschutt sei bereits in Niedersachsen untersucht und freigegeben worden. Dennoch ziehen sächsische Behörden nun weitere Prüfungen in Betracht. "Das zeigt, dass wir die Sorgen der Bürger sehr ernst nehmen", sagte Umweltminister Frank Kupfer (CDU). Bürger lehnen die Einlagerung ab, sie fürchten um die Gesundheit der Anwohner.

Nach Ansicht der Umweltorganisation BUND ist unklar, warum tonnenweise Bauschutt durch Deutschland gefahren werden muß. "Wir haben den Verdacht, dass der zu erwartende Widerstand gegen die Lagerung des Mülls hier geringer eingeschätzt wurde als in Niedersachsen", sagte BUND-Landesvorsitzender Felix Ekardt.

Sachsens Minister Kupfer wiederum schiebt den Schwarzen Peter Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zu. Niedersachsen sei nicht bereit, den Bauschutt einzulagern, obwohl das Material aus Sicht des Strahlenschutzes unproblematisch sei. Die Folge seien unnütze Transporte über Hunderte Kilometer.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was ist Ihre Wunschkoalition für Niedersachsen?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie