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Agrar

Bauern mobilisieren gegen rot-grüne Agrarpolitik

Niedersachsens Landwirte sehen sich von der rot-grünen Landesregierung in ein schlechtes Licht gerückt. Deswegen gehen sie am Freitag auf die Straße. Die Stimmung auf dem Land ist gereizt, klagt der Landesbauernverband.

Hannover. Niedersachsens Bauern mobilisieren gegen die Agrarpolitik der rot-grünen Landesregierung: Mit 70 Traktoren wollen rund 2000 Landwirte aus ganz Niedersachsen am Freitag (18. September) in Hannover demonstrieren. Zu der Protestaktion unter dem Motto "Perspektive statt Agrarwende" hat der Landesbauernverband Niedersachsen, das Landvolk, aufgerufen. Etwa 90 Prozent der rund 40 000 aktiven Bauern gehören in Niedersachsen dem Landvolk an.

Viele Landwirte fühlten sich durch Äußerungen der rot-grünen Landesregierung in ein schlechtes Licht gerückt, klagt das Landvolk. Die Stimmung auf dem Land sei gereizt. Landvolk-Präsident Werner Hilse sagte, die Politik müsse bäuerlichen Familien wieder eine Perspektive aufzeigen.

"Die Landwirte sehen sich ständig Verdächtigungen aller Art ausgesetzt, das sind sie leid", sagte die Sprecherin des Landesbauernverbandes, Gabriele von der Brelie. "Der Verfall der Agrarpreise ist dabei nur das Tüpfelchen auf dem "i"."

Hintergrund der pessimistischen Grundstimmung ist auch der Umbruch in der Landwirtschaft. Die Branche steht nach Ansicht des Landvolks derzeit unter gesellschaftlicher Dauerkritik. Die Anforderungen an die Bauern in Bezug auf Umwelt-, Natur- und Tierschutz steigen stetig. Außerdem sind viele Erzeugerpreise in den vergangenen Monaten radikal in den Keller gegangen. Darüber hinaus belastet der Wegfall des russischen Marktes die Bauern.

Die rot-grüne Landesregierung in Hannover will mit der von ihr ausgerufenen Agrarwende ein Umsteuern hin zu mehr Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutz einleiten. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) unterstützt anders als das Landvolk die Ziele der Regierung ausdrücklich.

Niedersachsen gilt mit etwa 40 000 landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieben bundesweit als eines der wichtigsten Agrarländer. Die Zahl der Betriebe sinkt aber nach Angaben der Landwirtschaftskammer durch Übernahmen oder Aufgabe von Höfen jedes Jahr um rund drei Prozent.

dpa


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