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Landgericht Braunschweig

Landgericht Braunschweig © Sebastian Gollnow

Prozesse

Baby totgeschüttelt: Bewährungsstrafe für Vater

Nervös und unter Tränen hat ein 28-jähriger Vater vor dem Landgericht Braunschweig das Urteil gegen sich entgegengenommen. Der Mann hatte seinen weinenden Sohn so heftig geschüttelt, dass das Kind starb.

Braunschweig. Ein 28 Jahre alter Vater aus Wolfsburg, der sein Baby zu Tode geschüttelt hat, muss vorerst nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig verurteilte den Mann am Freitag wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer zweijährigen Haftstrafe, die aber zu vier Jahren Bewährung ausgesetzt wurde.

Der 28-Jährige hatte die Tat beim Prozessauftakt unter Tränen gestanden. Auch bei der Urteilsverkündung weinte der Angeklagte. Er hatte seinen dreieinhalb Monate alten Jungen im vergangenen September heftig geschüttelt, weil das Kind nicht aufgehören hatte zu schreien. Der Junge war am Tag nach der Attacke im Krankenhaus gestorben.

"Sie leiden noch heute unter dem Geschehenen, das ist deutlich zu sehen", sagte der Vorsitzende Richter. Dennoch gehe das Gericht davon aus, dass der Vater das Kind in dem Moment verletzen wollte. "Sie haben eine Verletzung Ihres Sohnes zumindest billigend in Kauf genommen, auch wenn Sie das schon Sekunden später bitterlich bereut haben." Das Geständnis des Angeklagten und auch die Aussage seiner erneut schwangeren Ehefrau seien für das Gericht aber von hohem Wert gewesen und hätten sich positiv ausgewirkt, sagte der Richter.

Verteidigung und Staatsanwaltschaft erklärten, sie wollten keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. Damit ist es rechtskräftig.

dpa


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