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Justiz

BKA-Experte gibt Einblick in Strukturen der Russenmafia

Es geht nicht nur um Betrug im großen Stil: Bei einem Prozess in Lüneburg sollen vier Angeklagte zur Russen-Mafia gehören. Der Prozess könnte Einblicke in eine geschlossene Gesellschaft gewähren.

Lüneburg. Im Mammutprozess gegen mutmaßliche Mitglieder der Russenmafia in Lüneburg hat ein BKA-Experte Einblicke in die streng abgeschirmte Parallelgesellschaft gegeben. Die sogenannten "Diebe im Gesetz" seien streng hierarchisch organisiert und hätten ein eigenes Wertesystem, sagte der Ermittler des Bundeskriminalamtes am Mittwoch. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sei auch in Westeuropa eine massive Ausbreitung der Russenmafia zu beobachten, berichtete der Kriminalhauptkommissar, der beim BKA unter anderem für organisierte Kriminalität zuständig ist.

Seit Februar müssen sich in Lüneburg sechs Männer verantworten, denen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird. Zwischen 2009 bis 2014 sollen sie insgesamt 15 Straftaten begangen haben, bei denen ein Schaden von rund 450 000 Euro entstand.

dpa


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