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Dort war eine zerstückelte Frauenleiche geborgen worden. Foto: E. Wabitsch/Archiv

Dort war eine zerstückelte Frauenleiche geborgen worden. Foto: E. Wabitsch/Archiv

Prozesse

BGH überprüft Urteil zum Maschseemord

Zehn Monate nach dem Urteil des Landgerichts Hannover zum Mord an einer Prostituierten hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag die Revisionsanträge beider Seiten angehört.

Karlsruhe. Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft streben eine Aufhebung des Urteils an, wonach der Maschseemörder im Anschluss an eine Haftstrafe von zwölf Jahren auf unbestimmte Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird. Eine Entscheidung kündigte der 3. Strafsenat des Gerichts für Donnerstagmittag an.

Die Verteidigung, die im Prozess vor dem Landgericht Hannover einen Freispruch verlangt hatte, machte vor dem BGH Verfahrensfehler geltend. Die Staatsanwaltschaft wiederum wandte gegen den Richterspruch vom 23. Oktober 2013 ein, dass das Landgericht Umstände, die auf eine höhere Schuld des Täters hindeuteten, nicht ausreichend berücksichtigt habe. So habe sich der Angeklagte nach der Bluttat noch an der Leiche vergangen und sie danach zerstückelt.

Das Landgericht hatte den damals 25-Jährigen aufgrund einer schweren Persönlichkeitsstörung und wegen Alkohol- und Drogenmissbrauchs als erheblich vermindert schuldfähig eingestuft. Der von Tötungsfantasien besessene junge Mann hatte sein 44 Jahre altes Opfer nach Überzeugung der Richter zufällig im Rotlichtviertel kennengelernt und später in seiner Wohnung erstochen. Danach zerstückelte er die aus Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen stammende Frau und warf sie in den Maschsee, der ein beliebtes Ausflugsziel in der Innenstadt von Hannover ist.

dpa


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