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Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht während des Landesparteitages.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht während des Landesparteitages. © Peter Steffen

Auto

Aufsichtsrat Weil: VW muss wieder Vorzeigeunternehmen werden

Bei der Aufarbeitung des Dieselskandals darf sich Volkswagen nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nicht nur mit Schadensbegrenzung befassen.

Braunschweig. "Es geht auch um Moral", sagte der VW-Aufsichtsrat am Samstag beim SPD-Landesparteitag in Braunschweig. "Der Zweck heiligt nicht die Mittel; gegen diesen Grundsatz ist grob verstoßen worden und nun muss sich das Unternehmen seiner Verantwortung stellen."

Das Land als Aktionär fühle sich diesen moralischen Grundsätzen verpflichtet. "Wir tun alles für eine umfassende Neuausrichtung als Vorzeigeunternehmen nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht", sagte der Regierungschef. Eine starke Mitbestimmung der Arbeitnehmerschaft und ein starkes Engagement des Landes sei dabei nicht etwa Teil des Problems, sondern der Lösung.

VW hatte im September nach Vorwürfen der US-Behörden eingeräumt, in großem Stil Manipulations-Software in Diesel-Autos installiert zu haben. Durch das Betrugs-Programm wird die Abgasreinigung nur im Testmodus voll aktiviert. Im Normalbetrieb ist der Stickoxid-Ausstoß um ein Vielfaches höher.

An der Aufarbeitung des Dieselskandals sind rund 450 interne und externe Experten beteiligt. Der mächtige VW-Aufsichtsrat hatte im Oktober die US-Anwaltskanzlei Jones Day mit einer umfassenden Untersuchung beauftragt, um den Fall aufzuklären. Bis Ende des Monats soll ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden.

dpa


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