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Zum zweiten Mal ist ein Asylbewerber gewaltsam ums Leben gekommen.

Zum zweiten Mal ist ein Asylbewerber gewaltsam ums Leben gekommen. © Boris Baschin

Kriminalität

Asylbewerber in Wolfsburger Flüchtlingsheim getötet

Er hatte um Hilfe gerufen, doch für den Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Wolfsburg kam die Rettung zu spät. Der Mann starb am Freitag. Er ist bereits der Zweite in der Unterkunft, der gewaltsam ums Leben kam.

Wolfsburg. Zum zweiten Mal ist in einem Flüchtlingsheim in Wolfsburg ein Asylbewerber gewaltsam ums Leben gekommen. Der 33-Jährige aus Kamerun starb in der Nacht zum Freitag, wie die Polizei mitteilte. Zwei 37 und 40 Jahre Mitbewohner aus Simbabwe und Ghana wurden unter Tatverdacht vorläufig festgenommen. Die Hintergründe der Gewalttat waren zunächst noch unklar. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Toten an.

Nach Hilfeschreien hatten die Sicherheitskräfte der Asylunterkunft im Stadtteil Fallersleben den 33-Jährigen in den frühen Morgenstunden schwer verletzt in einem Flur gefunden. Wiederbelebungsversuche der bald darauf eintreffenden Rettungskräfte scheiterten.

Die Stadt Wolfsburg bot den anderen Bewohnern in der Unterkunft noch in der Nacht Betreuung an. Sozialarbeiter und Heimleitung kümmerten sich um die Menschen in dem Heim, das mit 147 Menschen fast vollständig belegt ist, teilte die Stadt mit. "Wir sind zu tiefst bestürzt über diese Gewalttat und verurteilen aufs Schärfste den Vorfall", reagierte der Erste Stadtrat Werner Borcherding. "Es ist überaus bedauerlich, dass Straftaten nie ganz auszuschließen und zu verhindern sind."

Bereits im September 2014 hatte es bei einem aus dem Ruder gelaufenen Drogengeschäft in der Unterkunft einen Toten gegeben. Der an dem Handel unbeteiligte Bewohner war erschossen worden, als er einem in das Geschäft verwickelten Mitbewohner zur Hilfe eilen wollte.

Ebenfalls in der Nacht zum Freitag wurde ein 41-Jähriger in einer Asylunterkunft in Vechelde (Kreis Peine) mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt. Unter sechs Afrikanern, die zunächst zusammen getrunken hatten, war es zu einem Streit gekommen.

dpa


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