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Gesundheit

Arzt verschreibt Süchtigem Ersatzstoff und verliert Zulassung

Ein Arzt hat seine Berufszulassung verloren, weil er einem suchtkranken Patienten eine große Menge an Drogenersatzstoff verschrieben hat. Der Entzug der Approbation sei rechtens, entschied das niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Dienstag in Lüneburg und bestätigte damit ein Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover.

Lüneburg. Innerhalb von fünf Tagen hatte der Mediziner dem Süchtigen 900 Tabletten eines Medikamentes verschrieben, das unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und das vorwiegend als Schlafmittel benutzt wird. Der Arzt wollte dem Mann mit dem Medikamentenvorrat einen Drogenentzug auf eigene Faust im Ausland ermöglichen. Nach der Einnahme von Tabletten fiel der Drogenabhängige in eine stundenlange Ohnmacht, überlebte aber. Das Gericht urteilte, wegen seines Fehlverhaltens sei der Mediziner nicht würdig, länger seinen Beruf auszuüben, weil er seinen Patienten ernsthaft gefährdet habe.

dpa


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