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Das markierte Wort "Arbeit" ist in einem Duden zu sehen.

Das markierte Wort "Arbeit" ist in einem Duden zu sehen. © Stephan Jansen/Archiv

Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote niedrig: Zuwanderung beeinflusst Zahlen

Der für den Herbst typische Abbau der Arbeitslosigkeit setzt sich in Niedersachsen auch im November fort. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 5,8 Prozent auf einem Rekordtief. An den Zahlen zeigt sich zunehmend der Flüchtlingszuzug - von zwei verschiedenen Seiten.

Hannover. Die Arbeitslosenquote in Niedersachsen bleibt mit 5,8 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Vormonat sank sie nur gering um 0,3 Prozentpunkte. "Obwohl sich herbstliche Einflüsse langsam bemerkbar machen, ist die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen weiter hoch", sagte Klaus Stietenroth, Chef der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, am Dienstag in Hannover. Insgesamt waren in Niedersachsen 240 000 Menschen arbeitslos gemeldet, 3,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Auch der Flüchtlingszuzug macht sich zunehmend an den Zahlen bemerkbar. Einerseits stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländer, andererseits gab es einen Zuwachs bei Arbeitsstellen in sozialen Bereichen.

Insgesamt meldeten die Unternehmen für November gut 18 200 offene Positionen. Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen und der öffentlichen Verwaltung gibt es mehr Jobs. Dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Zuwanderung und der Zunahme an Arbeitsplätzen gibt, die mit der Flüchtlingsbetreuung zu tun haben, möchte Stietenroth nur vermuten. "Einen konkreten Beleg dafür haben wir nicht." Der Zuwachs in diesen Arbeitsbereichen sei aber deutlich.

Gleichzeitig nahm die Arbeitslosenquote unter den Ausländern zu. "Zunehmend spiegelt sich in den Arbeitslosenzahlen die Flüchtlingszuwanderung wieder", sagte Arbeitsmarktexperte Stietenroth. Im November waren rund 46 000 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 960 Menschen mehr als im Vormonat und fast 5000 mehr als im November 2014. Die Agenturen würden derzeit noch die Kompetenzen der Flüchtlinge erfassen und bei der Anerkennung von Abschlüssen helfen, sagte Stietenroth.

Die höchste Arbeitslosenquote in Niedersachsen verzeichnete die Region Hannover mit 7,4 Prozent. In den Regionen Emden-Leer, Hameln, Oldenburg-Wilhelmshaven und Braunschweig-Goslar lag die Quote jeweils bei 6,6 Prozent. Im Bundesland Bremen ist die Zahl der Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozentpunkte gesunken. Sie lag bei 10,5 Prozent.

dpa


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