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Gericht

Anwohner klagen gegen Betrieb des Atomkraftwerks Grohnde

Erstmals in Niedersachsen wollen Bürger die vorzeitige Abschaltung eines Atomkraftwerks gerichtlich erzwingen. Zwei Anwohner haben beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg Klage gegen die Betriebsgenehmigung des AKW Grohnde bei Hameln eingereicht, wie die Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" am Mittwoch mitteilte.

Grohnde. Die Konferenz, ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen aus der Region, unterstützt die Klage durch Spenden und Öffentlichkeitsarbeit. Die Kläger argumentieren im Kern mit den Risiken durch Flugzeugabstürze und Terrorangriffe auf das Atomkraftwerk. Diese Gesichtspunkte gewännen durch die jüngsten Anschläge immer mehr an Bedeutung und könnten in einem Verfahren nicht ignoriert werden, hieß es. Die Regionalkonferenz verwies zudem auf zahlreiche Pannen, die sich in dem Kraftwerk ereignet hätten.

Mit mehr als 230 bekanntgewordenen Fällen zähle Grohnde zu den "Störfall-Spitzenreitern" unter den deutschen Atomkraftwerken. Zuletzt hatte der Betreiber e.on am 29. Januar einen Schaden an einer Wand im Reaktor gemeldet. Das Umweltministerium in Hannover kündigte eine Prüfung des Zwischenfalls an. Das Atomkraftwerk Grohnde ging vor mehr als 30 Jahren ans Netz. Nach dem Atomgesetz darf es noch bis 2021 betrieben werden.


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