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Kriminalität

Anklage gegen Großfamilie nach blutigen Krawallen

Nach Krawallen in Hameln, bei denen 24 Polizisten und sechs Unbeteiligte verletzt wurden, hat die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen sechs Männer aus einer Großfamilie erhoben.

Hameln. Ihnen werde unter anderem schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung vorgeworfen, sagte der Sprecher der Behörde, Thomas Klinge, am Donnerstag. Die "Deister- und Weserzeitung" berichtete, dass fünf der Angeklagten im Alter von 26 bis 49 Jahren aus Hameln stammen. Der Sechste komme aus Gladbeck in Nordrhein-Westfalen.

Zu den Ausschreitungen war es am 14. Januar 2015 gekommen, nachdem ein Angehöriger der Großfamilie auf der Flucht vor Justizbeamten beim Fassaden-Klettern aus dem siebten Stockwerk des Amtsgerichts Hameln gestürzt und schließlich im Krankenhaus gestorben war. Der 26-Jährige stand im Verdacht, eine Tankstelle ausgeraubt zu haben.

Nach Ausschreitungen von Angehörigen vor dem Gericht versuchten etwa 30 Mitglieder der Großfamilie die Klinik zu stürmen. Dabei griffen sie Polizisten mit Pflastersteinen und Pfefferspray an. Zahlreiche Beamte wurden verletzt. Ein Polizist wurde von einem Pflasterstein direkt ins Gesicht getroffen. Hamelns Landrat Tjark Bartels (SPD) hatte damals von einer "ungeheuerlichen Gewalteskalation" gesprochen. Ein Termin für den Prozess am Landgericht Hannover sei noch nicht bekannt, sagte Oberstaatsanwalt Klinge.

dpa


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