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Fragen der Richter beantwortet der Angeklagte nicht.

Fragen der Richter beantwortet der Angeklagte nicht. © Uwe Anspach/Archiv

Prozesse

Angeklagter im Hungertod-Prozess: wollte Frau nicht töten

Ein wegen des qualvollen Hungertods seiner Frau angeklagter 50-Jähriger hat die Mordvorwürfe zurückgewiesen. Er habe seine Frau nicht töten wollen, sagte der Angeklagte am Dienstag über seinen Verteidiger vor dem Landgericht Verden aus.

Verden. Er habe die tödliche Gefahr nicht bemerkt und deshalb keine Hilfe geholt. "Ich habe mich sicherlich nicht richtig verhalten", ließ er seinen Verteidiger erklären. Dafür wolle er sich verantworten.

Der 50-Jährige und seine Tochter sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die alkoholkranke Frau nach einem Sturz nicht ausreichend versorgt zu haben. Sie soll mit gebrochener Hüfte hilflos auf dem Sofa in Wohnzimmer gelegen haben und dort langsam verhungert und verdurstet sein.

In der Einlassung erklärte der Angeklagte, dass er von dem Sturz und dem Knochenbruch nichts gewusst habe. Bereits Monate vor ihrem Tod habe seine Frau das Haus nicht mehr verlassen. Sie habe nur noch auf dem Sofa gelegen und ferngesehen. Er habe ihr Essen und Trinken gebracht. Das Familienleben sei aber zerrüttet gewesen. Seine Tochter sei in der Zeit nur noch sporadisch zu Hause gewesen. Er habe wieder angefangen zu trinken. Fragen der Richter wollte der 50-Jährige nicht beantworten.

dpa


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