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Menschen stehen mit Transparenten "Refugees Welcome" bei einer Protestveranstaltung.

Menschen stehen mit Transparenten "Refugees Welcome" bei einer Protestveranstaltung. © Peter Steffen

Demonstrationen

500 Menschen protestieren gegen NPD-Demo - Unterkunft wird erweitert

Dem Aufruf zum Protest gegen eine NPD-Kundgebung in Bad Fallingbostel folgten mehrere hundert Menschen. Die in der Nähe der Heide-Stadt gelegenen Notunterkünfte nahmen Hunderte weitere Flüchtlinge auf.

Bad Fallingbostel. Rund 500 Menschen sind in Bad Fallingbostel gegen eine Demonstration der NPD auf die Straße gegangen. Sie stellten sich am Samstag gegen Fremdenfeindlichkeit. "Das ist alles friedlich verlaufen", sagte ein Polizeisprecher. Nach der Kundgebung standen sich Linke und Rechte demnach zwischenzeitlich gegenüber - getrennt voneinander durch Polizisten - und pfiffen sich aus. In der Nähe von Bad Fallingbostel leben in den größten Notunterkünften des Landes mehrere tausend Menschen, am Sonntag kamen Hunderte weitere hinzu.

Bei der Kundgebung konnte die rechtsextreme NPD nach Polizeiangaben etwa 25 Anhänger unter dem Motto "Asylflut stoppen" mobilisieren. Auf einem NPD-Banner war zu lesen: "Heimreise statt Einwanderung! Deutsche Kinder braucht das Land!" Die Gegendemonstranten konterten unter anderem mit: "Lieber 1000 Flüchtlinge als 1 Nazi".

Zu den Protesten gegen die NPD hatten DGB, evangelische Kirche und auch die Grünen aufgerufen. Landeschefin Meta Janssen-Kucz sprach sich vorab für ein konsequentes Vorgehen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus aus.

Nahe Bad Fallingbostel gibt es zwei größere Flüchtlingsunterkünfte des Landes. Im Camp Oerbke und im Camp Fallingbostel leben derzeit rund 3000 Hilfesuchende. Sie werden von ehren- und hauptamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter Unfall-Hilfe betreut.

Am Sonntag wurde das auf einem ehemaligen britischen Kasernengelände gelegene Camp Fallingbostel erweitert. Bis zum Nachmittag wurden etwa 200 Flüchtlinge aufgenommen, sagte Johanniter-Sprecherin Antje Heilmann. Das Innenministerium in Hannover hatte damit gerechnet, dass am Wochenende bis zu 1000 Schutzsuchende neu aufgenommen werden. Am Montag will sich Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) in der rund vier Kilometer von Bad Fallingbostel entfernt gelegenen Notunterkunft ein Bild von der Lage machen.

dpa


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