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Die Zahl der Flüchtlinge in Niedersachsen steigt.

Die Zahl der Flüchtlinge in Niedersachsen steigt. © Jens Büttner/Archiv

Migration

4700 Flüchtlinge treffen in nur einer Woche in Niedersachsen ein

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen kommt Niedersachsen kaum noch nach. Erleichterung soll ein Kasernengelände in der Lüneburger Heide bringen. Dabei hängt vieles auch vom guten Willen der Briten ab.

Hannover (dpa/lni) - Der Zuzug von Flüchtlingen nach Niedersachsen steigt und steigt. Innerhalb der vergangenen Woche trafen nach Angaben des Innenministeriums mit insgesamt 4700 Asylbewerbern so viele ein wie im ganzen Jahr 2011 nicht. Damals wurden rund 4300 Flüchtlinge gezählt, erklärte ein Sprecher am Freitag in Hannover. Die Zahlen stiegen auch dadurch rasant an, dass Niedersachsen dem Bundesland Bayern mit der außerplanmäßigen Aufnahme von rund 2000 Menschen half.

In einem Pilotprojekt will das Land ab 1. Oktober allen registrierten Bewohnern von Erstaufnahmelagern und Notunterkünften den kostenlosen Transport in den öffentlichen Transportmitteln ihres Wohnortes ermöglichen. Niedersachsen übernehme die anfallenden Kosten, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Die vollständige Übernahme der Fahrtkosten in Bussen und Bahnen durch das Land werde anders als bisher unabhängig vom Anlass erfolgen.

Frühestens am Sonntag können die ersten Flüchtlinge in eine frühere Kaserne in der Lüneburger Heide einziehen. Sie soll als bisher größte Notunterkunft in Niedersachsen bis zu 1300 Flüchtlinge in Oerbke im Heidekreis beherbergen. "Ab heute sind wir aufnahmebereit", sagte der Leiter des zuständigen Dienstleistungszentrum der Bundeswehr in Bergen, Olaf Lentz, der Deutschen Presse-Agentur. Bisher gebe es in der Kaserne allerdings erst 1000 Betten. Die Bundeswehr wird über ihre privaten Dienstleister auch die Reinigung, Essensverteilung und Bewachung übernehmen und später die Kosten mit dem Land abrechnen.

Das dem Bund gehörende Gelände in Oerbke liegt auf dem mit 28 400 Hektar größten Nato-Truppenübungsplatz Westeuropas und wurde dem Land mietfrei zur Verfügung gestellt. Es wird flankiert von Kasernen in Bad Fallingbostel, die bis zum Jahresende noch den abziehenden britischen Streitkräften gehören.

"Dabei geht es um sechs Gebäude für 900 bis 1000 Menschen", sagte Lentz. Zur Zeit wird darüber verhandelt, ob die Briten ihre Anlagen für die Unterbringung von Flüchtlingen vorzeitig übergeben. Eine Einigung gibt es aber noch nicht.

dpa


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