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Finanzen

2500 Steuersünder zeigen sich an - Rekord

Eine drohende Strafverschärfung sowie eine geplante Ausweitung des Datenaustausches zwischen den Staaten lässt in Niedersachsen die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern in die Höhe schnellen. Das Land steuert auf ein Rekordjahr zu - und freut sich über Mehreinnahmen. 

Hannover. Immer mehr Selbstanzeigen in Niedersachsen: Bis Ende Juli zeigten sich beim Finanzministerium in Hannover insgesamt 2490 Steuersünder selbst an. Damit steuert das Land auf einen neuen Rekordwert zu.

Im gesamten Vorjahr gab es 2862 Selbstanzeigen (2012: 1206). Niedersachsens Einnahmen aus den Ankäufen von Daten aus den Ländern Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein betrugen bis zum Stichtag 222 Millionen Euro. Das Land hat sich mit 855 000 Euro an den Ankäufen von Steuer-CD's beteiligt.

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) schließt den Ankauf weiterer Daten nicht aus, solange das internationale Abkommen über den automatisierten Datenaustausch zwischen den Staaten noch nicht umgesetzt ist. Er mahnte, dass die Zeit dränge. An weitere Steuersünder, die sich noch nicht gemeldet haben, appellierte er: "Ich wiederhole meinen Appell an noch immer Zweifelnde, die Ferienzeit zu nutzen, um sich rechtzeitig selbst anzuzeigen. Es wird teurer; einmal entdeckt gibt es ohnehin keinen strafbefreienden Weg zurück."

Nach den bisherigen Planungen soll zum 1. Januar 2015 die Grenze, bis zu der Steuerhinterziehung ohne Zuschlag bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, von 50 000 auf 25 000 Euro gesenkt werden. Bei darüber liegenden Beträgen wird bei gleichzeitiger Zahlung eines Zuschlages in Höhe von 10 Prozent von der Strafverfolgung abgesehen.

Ab einem hinterzogenen Betrag von 100 000 Euro sollen dann 15 Prozent Zuschlag entrichtet werden, ab einem Betrag von 1 Million Euro sogar 20 Prozent. Bisher liegt der Zuschlag bei fünf Prozent.

Um Straffreiheit zu erlangen, müssen zudem neben dem hinterzogenen Betrag künftig auch Hinterziehungszinsen in Höhe von 6 Prozent pro Jahr sofort entrichtet werden. Daneben soll in allen Fällen die Strafverfolgungsverjährung der Steuerhinterziehung auf zehn Jahre ausgedehnt werden. dpa


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