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Niedersachsen Trittin: Ex-Grüne Twesten treibt Schindluder
Nachrichten Niedersachsen Trittin: Ex-Grüne Twesten treibt Schindluder
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17:32 04.08.2017
Der ehemalige Bundes-Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen). Quelle: A. Arnold/Archiv
Berlin/Hannover

Das sei "menschlich und politisch enttäuschend" und verfälsche den Wählerwillen. Twesten hatte am Freitag angekündigt, die Grünen-Fraktion im Landtag zu verlassen und zur CDU zu wechseln - das kostet die rot-grüne Koalition ihre knappe Mehrheit.

Die Union habe "mit dem Instrument des Stimmenkaufs dieses Verhalten gefördert, gestützt und begünstigt", sagte Trittin, dessen Wahlkreis Göttingen im Südosten Niedersachsens liegt. "Das hat zwar bei der Union Niedersachsen traurige Tradition - erinnert aber eher an brasilianische Verhältnisse." 1976 war der CDU-Politiker Ernst Albrecht als Oppositionskandidat überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt worden, weil er auch Stimmen der SPD-FDP-Koalition bekommen hatte.

Trittin sprach sich dafür aus, so schnell wie möglich neu zu Wählen, um Klarheit zu schaffen. "Wir Grünen werden in einem geschlossenen Wahlkampf klar machen, dass es gilt, grüne Erfolge vor einem schwarz-gelben Rollback zu verteidigen", sagte er.

dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz verurteilt den Übertritt der niedersächsischen Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur CDU als Verrat. "Das Verhalten der ehemaligen Grünen-Abgeordneten in Niedersachsen ist nicht nur Verrat an den Wählerinnen und Wählern, sondern auch Verrat an Rot-Grün", schrieb der Bundeschef der Sozialdemokraten am Freitag auf Facebook.

04.08.2017

SPD-Vize Ralf Stegner hat den Fraktionsaustritt der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten in Niedersachsen scharf kritisiert. "Es ist ganz offenkundig, dass da jemand aus persönlichen Karriereerwägungen und unter Mithilfe der Union den Wählerwillen verfälschen will", sagte Stegner dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag).

04.08.2017

Bei einem feierlichen Gelöbnis in Hannover hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Soldaten an den Hubschrauber-Absturz in Mali erinnert. "Sie verpflichten sich, für den Schutz unseres Staates im Äußersten mit Leib und Leben einzustehen", sagte sie in der Schule für Feldjäger und den Stabsdienst der Bundeswehr. "Was das bedeuten kann, mussten wir am 26. Juli schmerzlich erfahren als zwei Soldaten, zwei erfahrene Piloten bei einem Hubschrauberabsturz in Mali ihr Leben gaben."

Die Bundeswehr habe sich in den vergangenen Jahren sehr verändert, betonte von der Leyen.

04.08.2017