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Unternehmenszentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp.

Unternehmenszentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. © Oliver Berg/Archiv

Schiffbau

ThyssenKrupp ist nicht zur Krisenrunde gekommen

Ohne Vertreter von ThyssenKrupp hat ein Runder Tisch im niedersächsischen Wirtschaftsministerium über die Schließungspläne des Konzerns im ostfriesischen Emden beraten.

Hannover. Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) und Gewerkschafter sowie Betriebsräte kritisierten anschließend die Haltung des Konzerns, der seine Teilnahme an der Krisenrunde abgesagt hatte. Das Gespräch sei nicht zustande gekommen, weil ThyssenKrupp nicht über Alternativen zur Standortschließung sprechen wollte, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag.

Der Konzern hatte vergangene Woche überraschend angekündigt, den Emder Standort auf der ehemaligen Traditionswerft Nordseewerke zu schließen. Die 220 Beschäftigten der ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) sollten Arbeitsplatzangebote für andere Standorte wie Hamburg oder Kiel bekommen. TKMS-Geschäftsführer Rolf Wirtz hatte die Umstrukturierung mit dem verschärften Wettbewerbsdruck bei steigender Nachfrage nach Marineschiffen begründet.

Lies will seine Kritik über den Umgang direkt an den ThyssenKrupp-Vorstand richten und auf ein neues Gespräch dringen. "Wir müssen wieder an einen Tisch und darüber reden, wie Alternativen aussehen können", sagte Lies. Dazu wollten Betriebsrat und Gewerkschaft in den kommenden Tagen ein Konzept aufstellen. Es sei wichtig, die hoch qualifizierten Beschäftigten in Emden, aber auch im Unternehmen zu halten.

Die Emder Betriebsratsvorsitzende Amke Wilts-Heuse kritisierte es als kurzsichtig, wenn der Konzern Fachkräfte auf die Straße setzen wolle. Dadurch könnte es Probleme bei der Abwicklung von neuen Schiffbau-Aufträgen geben. "Wir kämpfen auf jeden Fall weiter, aufgeben ist keine Option", sagte sie.

dpa


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