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STEUERFAHNDUNG: Ermittler tragen Kartons aus einem verdächtigen Unternehmen.© dpa

Ermittlungen

Steuersünder-CD: Fahnder rücken aus

Niedersächsische Steuerfahnder haben nach der Auswertung einer Steuersünder-CD Hausdurchsuchungen gestartet. Grundlage sind Daten, die Nordrhein-Westfalen gekauft hatte. Danach ermitteln die Behörden gegen 44 mutmaßliche Steuerhinterzieher in Niedersachsen. Das berichtete das Finanzministerium in Hannover. 

HANNOVER. Sieben von ihnen hatten sich bereits selber angezeigt und müssen daher wohl nicht mit einer Strafe rechnen. Die Ministeriumssprecherin sagte, er habe bereits drei Hausdurchsuchungen gegeben, weitere sollen folgen.    

Nach mehreren Kaufangeboten für gestohlene Daten zu Steuersündern haben sich inzwischen 740 Bürger aus Niedersachsen selber angezeigt. Es geht nach Angaben des Finanzministeriums um nicht versteuerte Einnahmen von 185 Millionen Euro. Der Staat kann daraus rund 64 Millionen Euro Mehreinnahmen erwarten.     

Ein Großteil der Fälle, die auf die von NRW gekauften Steuerdaten zurückgehen, betreffen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Insgesamt soll es bei der CD um ein Anlagevermögen von 1,2 Milliarden Euro gehen - es ist von einem der größten Steuerskandale in der Geschichte der Bundesrepublik die Rede.     

Nordrhein-Westfalen hatte für die CD mit 1500 Datensätzen 2,5 Millionen Euro bezahlt. Niedersachsen ist bereits, sich mit etwa 125 000 Euro daran zu beteiligen. Auch Baden-Württemberg war der Kauf einer Steuersünder-CD angeboten worden. lni  


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