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Das Ortsschild von Munster ist zu sehen.

Das Ortsschild von Munster ist zu sehen. © Philipp Schulze/Archiv

Militär

Staatsanwaltschaft befasst sich mit Bundeswehr-Todesfall

Nach dem Tod eines Offiziersanwärters, der nach einem Fußmarsch in der Hitze im niedersächsischen Munster zusammengebrochen war, beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Lüneburg mit dem Fall.

Munster/Berlin. "Wir untersuchen, ob jemandem ein strafrechtlich relevanter Vorwurf gemacht werden kann", sagte Sprecher Jan Christoph Hillmer am Montag. "Uns liegen erste Unterlagen vor, die werden geprüft."

Der Offiziersanwärter war am Samstag zehn Tage nach seinem Kollaps in einer Klinik gestorben. Er war am 19. Juli, einem warmen Sommertag mit Temperaturen um die 26 Grad, bei einem Marsch im niedersächsischen Munster vormittags nach drei Kilometern zusammengebrochen. Am gleichen Tag waren später drei weitere Soldaten kollabiert, die elf bis zwölf Kilometer zurückgelegt hatten. In einem Schreiben aus dem Ministerium, das die Obleute im Verteidigungsausschuss noch vor dem Tod des Soldaten erreicht hatte, hieß es: "Das Krankheitsbild der Soldaten lässt sich nicht auf die moderate Ausbildungsbelastung zurückführen."

Die Untersuchungen liefen noch, betonte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. "Ich kann jetzt hier keine Fehler erkennen", fügte er hinzu. Insgesamt hätten an der Ausbildung in Munster 43 Offiziersanwärter teilgenommen.

"Jetzt sind unsere Gedanken erst einmal bei den Angehörigen und Kameraden", sagte ein Sprecher des Bundeswehrverbandes (DBwV). "Der DBwV ist betroffen von den tragischen Ereignissen", hieß es weiter. "Wir sollten jedoch Zurückhaltung wahren und das Ergebnis der Obduktion abwarten." Der Verband vertritt die Interessen der Soldaten und ihrer Angehörigen.

dpa


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