Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Schweinegrippe: Frau in Hannover tot
Nachrichten Niedersachsen Schweinegrippe: Frau in Hannover tot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:40 25.11.2009
Ärzte raten zur Grippe-Impfung Quelle: Dröse
Anzeige

In der Region Wolfsburg/Gifhorn starb am selben Tag ein zweieinhalb Monate alter Säugling an der Krankheit. Am Dienstag starb eine 59-jährige Frau aus dem Landkreis Osnabrück an der neuen Influenza, wie ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover mitteilte. Sie hatte auf der Intensivstation einer Klinik in Hannover gelegen und war am 13. November positiv getestet worden.

Bei der 47 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Cloppenburg hatten keine Vorerkrankungen vorgelegen. Allerdings habe sie seit 14 Tagen an einer Infektion der Lunge gelitten, sagte der Sprecher. Am vergangenen Wochenende sei es dann zu einer „dramatischen Verschlechterung“ ihres Gesundheitszustandes gekommen.

Der Säugling war den Angaben zufolge am 11. September als Frühchen in der 28. Schwangerschaftswoche geboren worden. Wenige Tage nach der Geburt litt der Junge an einem akuten fieberhaften Atemwegsinfekt und musste künstlich beatmet werden. Die Schweinegrippe war bei ihm am 14. November nachgewiesen worden.

Zuvor waren bereits drei Menschen in Niedersachsen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. Dabei handelt es sich um eine schwerstbehinderte Elfjährige aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim, eine 57-jährige Frau aus Delmenhorst und eine 52-jährige Frau aus dem Raum Osnabrück. Alle drei hatten unter Vorerkrankungen gelitten.

Im Land Bremen wurde am Dienstag der erste Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe bekannt. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, handelt es sich bei der Toten um eine 31-jährige Frau aus Bremerhaven. Den Angaben zufolge erkrankte die Frau in der vergangenen Woche. Bei ihr lagen keine Vorerkrankungen vor, allerdings litt die Frau an Übergewicht.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) äußerte sich betroffen. Ihr Mitgefühl gelte den Hinterbliebenen, sagte sie. Gleichwohl müssten die Gefahren der Schweinegrippe immer noch an denen der normalen Influenza gemessen werden. Auf die herkömmliche Grippe gehen in normalen Jahren bundesweit bis zu 10 000 Todesfälle zurück.

Bremens Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) sagte, es bestehe kein Grund zur Panik. „Leider bestätigen sich jedoch hierdurch Meldungen aus dem In- und Ausland, dass die Schweinegrippe durchaus für jüngere Menschen auch ohne Vorerkrankungen gefährlich werden kann“, sagte sie. ddp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit zwei Jahren gelten in Niedersachsen relativ strenge Rauchverbote. Nach Meinung von Gesundheitsexperten soll es dabei bleiben. Denn eine Aufweichung des Nichtraucherschutzes in Niedersachsen wäre äußerst schädlich.

24.11.2009

Gewalttäter müssen in Niedersachsen auch mit dem Verlust des Führerscheins rechnen. Von Menschen, die aggressiv und ohne Rücksicht auf andere ihre Interessen durchsetzen, sei zu befürchten, dass sie auch im Straßenverkehr sich und andere gefährdeten.

23.11.2009

Das umstrittene neue Landesnaturschutzgesetz soll bereits im Februar im niedersächsischen Landtag beschlossen und schnell umgesetzt werden.

23.11.2009
Anzeige