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Niedersachsen Schünemann fordert mehr Ausländer im Gesundheitswesen
Nachrichten Niedersachsen Schünemann fordert mehr Ausländer im Gesundheitswesen
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14:57 18.12.2009
Innenminister Uwe Schünemann fordert, mehr Ausländer ins Gesundheitswesen zu integrieren.
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Hannover. Medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime seien nicht ausreichend auf die wachsende Zahl von Zuwanderern eingestellt, sagte Schünemann auf dem Kongress „Demografischer Wandel - Integration und Gesundheit für alle Generationen“ in Hannover. Dort diskutierten Experten unter anderem darüber, wie sich die Gesundheitssituation von Migranten verbessern könnte.

„Wir müssen uns vor Augen halten, dass viele Zuwanderer, die vor 40 bis 50 Jahren zu uns gekommen sind, nun ein Teil der älter werdenden Gesellschaft sind“, sagte Schünemann. Viele der Migranten seien nicht davon ausgegangen, dass sie lange Zeit in Deutschland bleiben würden. Darüber hinaus seien in vielen medizinischen Einrichtungen die Angebote auf Deutsche ausgerichtet.

Zudem hinderten oftmals Sprachbarrieren ältere Menschen daran, Gesundheitsangebote in Anspruch zu nehmen. Sie sind mit dem System nicht vertraut und haben eine Hemmschwelle, es in Anspruch zu nehmen, betonte der niedersächsische Innenminister. Um dem zumindest ein wenig entgegen zu wirken, soll die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen vor allem im medizinischen Bereich vorangetrieben werden. Im Bundeskabinett wurden hierfür kürzlich Eckpunkte verabschiedet. „Das heißt, aufbauend darauf kann sehr zügig ein Gesetzentwurf auf Bundesebene, aber parallel könnten in den Ländern gesetzliche Regelungen, erarbeitet werden“, sagte die Bundesintegrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU) in Hannover.

Sie sollen beinhalten, dass man einen Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren erhalte. Diese sollten möglichst in sechs Monaten abgeschlossen sein. „Dann kann entweder eine gleichwertige Anerkennung oder nur eine Teilanerkennung ausgesprochen werden“, sagte Böhmer. Bisher gebe es eine solche rechtliche Regelung nur für Aussiedler und für EU-Bürger, aber nur für bestimmte Berufe. In Niedersachsen haben rund 16 Prozent der rund 7,98 Millionen Einwohner einen Migrationshintergrund.

lni

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