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Breitband

Schnelles Internet für Niedersachsen

In Niedersachsen soll es künftig überall schnelles Internet geben. Die rot-grüne Landesregierung hat sich das Ziel gesteckt, bis 2020 Breitbandverbindungen mit 30 Megabit pro Sekunde flächendeckend anzubieten. Die Bundesregierung plant mit noch schnelleren Leitungen.

Hannover. Lahme Datenleitungen sollen in Niedersachsen bald der Vergangenheit angehören. Die rot-grüne Koalition hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 Breitband mit 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) flächendeckend zur Verfügung zu haben. In ihrem Koalitionsvertrag werten SPD und Grüne die Grundversorgung mit schnellem Internet als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. "Leistungsfähige digitale Netze sind wichtig für die Menschen und wichtige Standortfaktoren für die Unternehmen."

In Zusammenarbeit mit dem Breitband Kompetenz Zentrum, Kommunen, Stadtwerken sowie Wirtschaft und Gesellschaft soll in Niedersachsen eine Strategie für den flächendeckenden Breitbandausbau umgesetzt werden. Dazu will die Landesregierung einen Fördertopf mit mehr als 60 Millionen Euro schaffen. Außerdem sollen bis zu 500 Millionen Euro über die NBank als Darlehen an die Landkreise zur Finanzierung des Breitbandausbaus zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt sollen bis 2020 bis zu eine Milliarde Euro investiert werden.

Nach Zahlen der Landesregierung sind in Niedersachsen noch rund 700 000 Gebäude (30 Prozent des Bestands) unterversorgt. Die Bundesregierung stellte am Mittwoch ihre "Digitale Agenda" vor, die über das niedersächsische Ziel hinausgeht. Ein Kernvorhaben ist, bis 2018 flächendeckend eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Mbit/s zu erreichen. Aktuell sind solche schnellen Internetzugänge nach Angaben von Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) in 64 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar.

Für eine volle Abdeckung wären laut Schätzungen Investitionen von 20 Milliarden Euro nötig. Beispiele aus Niedersachsen: Im Landkreis Verden sei eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 2 Mbit/s weitgehend erreicht, sagte André Schubert vom Fachdienst Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung. Jetzt gehe es um das Ziel von 30 Mbit/s. Dazu laufe gerade ein Markterhebungsverfahren. Anders als man vielleicht vermutet, liegen die größten Probleme im Landkreis Aurich nicht auf den Ostfriesischen Inseln. "Die haben eine relativ kompakte Siedlungsstruktur", sagte Ingo DeVries, der in der Kreisverwaltung für Raumordnung und Regionalplanung zuständig ist.

Probleme machen eher abgelegene Siedlungen und Einzelgebäude. Wo es keine ausreichend leistungsfähige Kabelanbindung gibt, sollen Mobilfunkverbindungen den Zugang zum Internet sicherstellen.


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