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Niedersachsen Schlachthof öffnet nach Tierquälerei-Vorwürfen wieder
Nachrichten Niedersachsen Schlachthof öffnet nach Tierquälerei-Vorwürfen wieder
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16:35 17.04.2019
Aufnahmen des Vereins Deutsches Tierschutzbüro sollen Tierquälerei in einem Oldenburger Schlachthof zeigen. Quelle: Deutsches Tierschutzbüro
Oldenburg

Ein von Tierschützern kritisierter Rinderschlachthof in Oldenburg hat nach einem Umbau nun wieder den Betrieb aufgenommen. Das sagte ein Sprecher der Goldschmaus-Gruppe aus Garrel am Mittwoch. Im November hatte der Verein Deutsches Tierschutzbüro Videos gezeigt, die mit versteckter Kamera in dem Schlachthof aufgenommen worden sein sollen. Die Bilder zeigen, wie Rinder nicht fachgerecht betäubt und bei Bewusstsein getötet werden.

Nach Angaben der Tierschützer sind auf den Aufnahmen auch Veterinäre zu sehen, die untätig bleiben. Der Schlachthofbetreiber hatte die Vorwürfe im Grundsatz eingeräumt, aber vor allem Werkvertragsarbeitern die Schuld gegeben.

Ermittlungen gegen Schlachthof laufen weiter

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg ihre Ermittlungen zu möglicher Tierquälerei bei dem Oldenburger Betrieb noch nicht beendet. Nach wie vor werden nach Angaben eines Sprechers die von Tierschützern vorgelegten Videoaufnahmen ausgewertet. Dasselbe gelte auch für Aufnahmen aus einem inzwischen geschlossenen Schlachthof in Bad Iburg.

Kommentar: Die Schlacht ums Schlachten

Inzwischen seien 15 Millionen Euro in den Oldenburger Betrieb investiert worden, sagte der Goldschmaus-Sprecher. Wie am Stammsitz in Garrel sollen dort keine Werkarbeiter, sondern nur festangestellte Mitarbeiter eingesetzt werden. Unter anderem sei im Bereich der Betäubung ein Videoüberwachungssystem installiert worden, um den Tierschutz zu gewährleisten.

Tierschützer zeigen Staatsanwaltschaft an

Die beiden Vereine Deutsche Tierschutzbüro und die Soko Tierschutz haben in vier niedersächsischen Schlachthöfen aufgedeckt, dass dort Rinder, die eigentlich nicht geschlachtet werden dürften, grausam misshandelt und getötet werden. Betroffen sind Betriebe in Laatzen, Oldenburg, Bad Iburg und zuletzt in Düdenbüttel bei Stade. Wegen des Vorwurfs, nicht ausreichend zu ermitteln, hat die Soko Tierschutz inzwischen die Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Oldenburg bei der Generalstaatsanwaltschaft angezeigt.

Von RND/lni

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