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Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH.

Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH. © Markus Scholz/Archiv

Schifffahrt

Schiffe müssen Ballastwasser behandeln

In der internationalen Seeschifffahrt gelten künftig strenge Anforderungen an die Behandlung von Ballastwasser, mit dem Schiffe stabilisiert werden. Ein internationales Abkommen aus dem Jahr 2004 sei nunmehr in Kraft getreten, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Freitag in Hamburg mit.

Hamburg. "Das ist ein Meilenstein für den marinen Umweltschutz", sagte Präsidentin Monika Breuch-Moritz. Mit dem Ballastwasser werden regelmäßig kleine Meeresbewohner wie Fische, Kleinkrebse, Plankton oder auch Keime in andere Regionen transportiert und können die Ökosysteme in der neuen Umgebung empfindlich beeinflussen.

In einem Zeitraum von sieben Jahren müssen weltweit rund 40 000 Schiffe eine Ballastwasser-Behandlungsanlage einbauen lassen, sobald sie für die Routine-Überholung in der Werft sind. Ausnahmen können die Flaggenstaaten für Baggerschiffe und Offshore-Fahrzeuge genehmigen. Auch Schiffe, die ausschließlich innerhalb von Gewässern mit den gleichen Meerestieren und Kleinstlebewesen verkehren - etwa in der Nord- oder Ostsee - können eine Ausnahmegenehmigung erhalten.

Die deutschen Reeder begrüßten, dass die Regelung globale Standards setze, die für alle Reedereien gelten und deshalb den Wettbewerb nicht verzerren. Gleichzeitig sei die Konvention die bislang teuerste Umweltregulierung, die die Schifffahrt je schultern musste. "In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob jede Reederei angesichts der schweren Schifffahrtskrise in der Lage sein wird, die Investition von bis zu zwei Millionen Euro pro Schiff zu tätigen", sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder (VDR).

dpa


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