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Schatten-Agrarministerin will Hof mit Kameras ausstatten

Die für einen möglichen Ministerposten gehandelte CDU-Politikerin Barbara Otte-Kinast hat nach der "Schweine-Affäre" um die NRW-Agrarministerin Sorge, dass auch Bilder aus ihrem Stall auftauchen.

Osnabrück. "Wir werden den Betrieb entsprechend ausstatten, dass wir wissen, wer über den Hof läuft, beispielsweise mit Kameras", sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Sie sei ja nicht "blauäugig". Otte-Kinast soll im Falle eines Wahlsieges der CDU Agrarministerin werden. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann hatte sie am Dienstag in sein Schattenkabinett berufen.

Die Landfrauenchefin versicherte zugleich, sie wolle beim Grundsatz der Offenheit bleiben. "Ich habe ein gutes Gewissen bei unserer Tierhaltung, und will sie gerne zeigen", erklärte Otte-Kinast. Otte-Kinast führt mit ihrem Mann einen Milchhof in Bad Münder (Landkreis Hameln-Pyrmont).

Heimlich aufgenommene Videos von Schweinen mit abgebissenen Schwänzen aus dem Schweinemastbetrieb der Familie von NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) hatten im Juli für Aufregung gesorgt. Die RTL-Sendung "stern TV" hatte die Aufnahmen ausgestrahlt. Das zuständige Veterinäramt hatte auf dem Hof "keine gravierenden Beanstandungen" festgestellt.

Niedersachsen wählt am 15. Oktober einen neuen Landtag. Die vorgezogene Wahl wurde nötig, weil Anfang August die grüne Landtagsabgeordnete Elke Twesten zur CDU übergelaufen war und Rot-Grün dadurch die Ein-Stimmen-Mehrheit verloren hatte.

dpa


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