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Beschlagnahmte Gegenstände der Neonazi Gruppe «Besseres Hannover».

Beschlagnahmte Gegenstände der Neonazi Gruppe «Besseres Hannover». © Holger Hollemann/Archiv

Prozesse

Rädelsführer von "Besseres Hannover" erhalten Geldstrafen

Zwei Rädelsführer der 2012 verbotenen Neonazi-Gruppe "Besseres Hannover" sind in einem Revisionsverfahren vom Amtsgericht Hannover zu Geldstrafen verurteilt worden.

Hannover. Wegen Volksverhetzung müssen die 31 und 34 Jahre alten Männer Strafen von 3600 und 4050 Euro zahlen, urteilte das Gericht am Montag. Der Bundesgerichtshof hatte zuvor eine Verurteilung der Männer zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten durch das Landgericht größtenteils aufgehoben, weil es einen Teil des Tuns der Männer nicht als Volksverhetzung wertete.

"Besseres Hannover" war zeitweise die aktivste Neonazi-Gruppe Niedersachsens und startete ihre ausländerfeindlichen Aktionen 2008. Neben dem Verteilen rechter Zeitschriften an Schulen stachelten Mitglieder auch in einem Bärenkostüm mit der Aufschrift "Abschiebär" zu Fremdenhass an und verbreiteten diese Aktionen über ins Internet eingestellte Videos.

Das erste "Abschiebär"-Video schickten die Angeklagten begleitet von einer Drohmail an die damalige türkischstämmige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan. Darin wurde der Einsatz einer "neuen Waffe" gegen Ausländer angekündigt. "Wir haben die Schnauze voll und können auch anders!", hieß es in der Mail.

dpa


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