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In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. © Silas Stein/Archiv

Kriminalität

Polizei durchsucht erneut bei Rockergruppe Osmanen

Erneut hat es eine Razzia bei den als türkisch-nationalistisch eingestuften Osmanen gegeben. Die Polizei war in fünf Bundesländern aktiv. Zehn Männer werden unter anderem mit Geldwäsche, Erpressung und Drogendelikten in Verbindung gebracht.

Steinfeld. Die Polizei ist am Dienstag mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegen die rockerähnliche Gruppierung Osmanen Germania vorgegangen. Unter anderem wurde ein Gebäude in der niedersächsischen Gemeinde Steinfeld im Kreis Vechta durchsucht, sagte eine Sprecherin der ermittelnden Staatsanwaltschaft im hessischen Darmstadt.

Ziel der Razzia, an der insgesamt 350 Polizeibeamte beteiligt waren, war die Sicherstellung von Beweismitteln. Beschlagnahmt wurden unter anderem Firmenunterlagen, Speichermedien, Softair-Waffen und Bargeld. Weitere Einzelheiten zu der Aktion, bei der auch Objekte in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen durchsucht wurden, nannten die Behörden nicht.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche, Urkundenfälschung, Erpressung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Aktion richtet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen insgesamt zehn Beschuldigte im Alter zwischen 29 und 56 Jahren sowie zwei Firmen. Bereits im November vergangenen Jahres hatte es eine vergleichbare Polizeiaktion gegen die Osmanen gegeben. Dabei war ebenfalls ein Objekt im niedersächsischen Steinfeld durchsucht worden.

Die von Ermittlern als türkisch-nationalistisch eingestuften Osmanen werden nach Angaben des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA) immer wieder mit diversen Straftaten in Zusammenhang gebracht. Ihr sogenanntes World Chapter hat die Gruppierung in Dietzenbach im hessischen Kreis Offenbach.

In Niedersachsen gibt es nach Erkenntnissen des LKA zwei Ortsgruppen: eine im Raum Osnabrück, die andere im Raum Vechta. "Zusammen haben sie etwa 20 Mitglieder", sagte eine LKA-Sprecherin. "Wir haben beide Gruppen im Blick."

In Steinfeld sei die örtliche Osmanen-Ableger bisher nicht weiter in Erscheinung getreten, sagte der stellvertretende Verwaltungschef Ulrich Böckmann. Probleme habe es jedenfalls nicht gegeben.

dpa


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