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Niedersachsen Pistorius ist für Pyrotechnik in bestimmten Stadionbereichen
Nachrichten Niedersachsen Pistorius ist für Pyrotechnik in bestimmten Stadionbereichen
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18:54 16.08.2017
Fans zünden beim Spiel gegen Hannover 96 Pyrotechnik. Quelle: dpa
Hannover

Damit könnten lebensgefährliche Bengalos aus den Zuschauerrängen verbannt werden. „Wenn aber die Diskussion, ob wir Pyrotechnik in abgesperrten Bereichen zulassen wollen, dabei hilft, die Situation zu befrieden, dann bin ich dazu bereit“, sagte Pistorius am Mittwoch im niedersächsischen Landtag in Hannover.

Zuvor hatte sich der SPD-Politiker in einem „Sport Bild“-Interview ähnlich geäußert. „Ich habe in dem Interview deutlich erklärt, dass ich von Pyrotechnik nichts halte, dass ich nicht verstehe, was das mit Fußball zu tun hat und dass es mich stört“, sagte Pistorius auch und bekräftigte: „Klar ist, es müssen Absprachen getroffen werden, und die müssen auch eingehalten werden. Wenn sie gebrochen werden, ist Schluss.“

Für den 11. November bereitet der im Team von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für die Innere Sicherheit zuständige Pistorius einen Fußball-Gipfel mit Ultras und anderen Fangruppen in Niedersachsen vor.

Im Kampf gegen Gewalttäter plädierte er in der „Sport Bild“ für längere Stadion-Verbote als die bisher vorgesehenen vier Jahre. „Eine Chance kann man ihm nach vier Jahren noch geben, aber wenn er danach ins Stadion geht und wieder etwas passiert, muss es nachhaltig wirken, dann bekommt er eben acht oder zehn Jahre Stadionverbot.“

Ein Stehplatzverbot wie in England lehnt der Minister indes ab: „Die meiste Stimmung geht von den Stehplatzrängen aus. Bevor man leichtfertig sagt, wir wandeln jetzt die Stehplätze in Sitzplätze um, muss man sich fragen, was man dadurch tatsächlich mehr an Sicherheit gewinnt.“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnte das Vorhaben von Pistorius am Mittwoch ab: "Pyrotechnik hat in unseren Fußballstadien nichts verloren. Daran gibt es nichts zu rütteln." Wenn die Pyrotechnik erstmal im Stadtion sei, könnte sie missbräuchlich verwendet werden. Es müsse weiter gegen Pyrotechniken aller Art vorgegangen werden.

von dpa

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