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Wie hoch sollen die Gehälter der Superintendenten steigen?

Wie hoch sollen die Gehälter der Superintendenten steigen?
© Rainer Droese

Hannoversche Landeskirche

Pastoren streiten über Gehalt

Beim Geld hört auch in der Kirche der Spaß auf. In der hannoverschen Landeskirche soll die Besoldung der Superintendenten erhöht werden. Der Pastorenausschuss ist dagegen.

hannover. In der hannoverschen Landeskirche sollen die Bezüge für Führungskräfte steigen. Die Pläne sind umstritten: Der Gehaltsabstand zwischen Pastoren und den Superintendenten würde auf mehr als 1000 Euro im Monat anwachsen.

Superintendenten leiten die Kirchenkreise, zu denen mehrere Gemeinden gehören. Die Erhöhung soll in dieser Woche auf der Tagung des Kirchenparlamentes (Synode) in Hannover beschlossen werden.

Der Pastoren-Ausschuss kritisiert die Pläne. „Damit wird die Unabhängigkeit der Pastoren in Frage gestellt“, so der Vize-Vorsitzende Andreas Dreyer. Denn die Besoldung bei der Kirche werde wie die im öffentlichen Dienst behandelt. Ein großer Gehaltsunterschied würde aus den Superintendenten Vorgesetzte der Pastoren machen. „Die evangelische Kirche kennt solche Hierarchien nicht.“

Derzeit verdient eine 53-jährige Gemeindepastorin im Monat knapp 700 Euro im weniger als eine gleichaltrige Superintendentin. Der neue Aufschlag (ab vierten Amtsjahr) würde den Unterschied auf 1391 Euro wachsen lassen. Das Grundgehalt einer 53-jährigen Pastorin liegt bei 5375 Euro brutto.

Rainer Mainusch, Chef der Rechtsabteilung des Landeskirchenamtes, weist die Vorwürfe zurück. Der Pastorenausschuss denke offenbar an „Befehl und Gehorsam, den es so in der Kirche gar nicht gibt“. Die Bezüge der Superintendenten sollen angehoben werden, weil sie heute mehr Verantwortung hätten.

Von Dirk Altwig


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