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Oberverwaltungsgericht: Rotmilan geht vor Windpark

Die Pläne für einen Windpark auf einem von Rotmilanen zur Jagd genutzten Areal im Landkreis Göttingen sind endgültig gescheitert. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) hat ein Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen bestätigt, wonach die bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen nicht gebaut werden dürfen.

Lüneburg/Göttingen. Der Investor könne sich nicht darauf berufen, dass das Gelände in der Gemeinde Gleichen kein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet sei, heißt es in dem am Donnerstag bekannt gewordenen OVG-Beschluss (Az. 12 LA 39/17). Da die derzeit als Acker genutzte Fläche innerhalb eines größeren Vogelschutzgebietes mit der landesweit höchsten Siedlungsdichte des Rotmilans liege, handele es sich um ein "faktisches Vogelschutzgebiet".

Die ursprünglich geplanten fünf Windkraftanlagen wären eine nachhaltige Störung für den Lebensraum der Raubvögel, heißt es im OVG-Beschluss. Denn dadurch würde das Jagdrevier der Rotmilane durchbrochen. Im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Göttingen hatten Naturschutzverbände zudem darauf hingewiesen, dass die Windräder für die Rotmilane ein erhebliches Tötungsrisiko darstellen würden.

dpa


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