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Windräder im Offshore-Windpark «Baltic 2» in der Ostsee.

Windräder im Offshore-Windpark «Baltic 2» in der Ostsee. © Jens Büttner/Archiv

Energie

Nordländer fordern stärkeren Ausbau der Windenergie

Der Ausbau von Windparks geht zwar voran. Doch die norddeutschen Küstenländer wollen einen Gang zulegen und sehen die nächste Bundesregierung in der Pflicht. Naturschützer aber fürchten Umweltschäden.

Kiel/Cuxhaven. Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen haben ein klares Bekenntnis von der Bundesregierung zum Ausbau der Offshore-Windraftnutzung verlangt. "Ohne die Nutzung der riesigen Potenziale in Nord- und Ostsee kann die Energiewende in Deutschland nicht gelingen", warnte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Montag bei der Unterzeichnung eines Elf-Punkte-Papiers mit dem Titel "Cuxhavener Appell 2.0". Auch an Land müsse es einen stärkeren Ausbau als bisher geben, forderte Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne): "Wenn wir die von Deutschland unterschriebenen Klimaziele erreichen wollen, brauchen wir mehr erneuerbaren Strom."

Er sehe dringenden Reformbedarf bei der Energiepolitik auf Bundesebene, sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur einen Tag vor Eröffnung der internationalen Windenergiemesse Husum Wind. "Für den Norden als führendes Energiewendeland ist es entscheidend, dass die nächste Phase der Energiewende eingeläutet wird." Hier müsse der Bund anpacken und seine Energiepolitik neu ausrichten.

Bei einem Treffen von Vertretern der norddeutschen Bundesländer, von Städten und Branchenverbänden am Offshore-Standort Cuxhaven, mahnte Lies mit Blick auf die Windenergienutzung auf dem Meer, die Bundesregierung müsse jetzt handeln und die Rahmenbedingungen für einen zügigen Ausbau verbessern. Dieser Forderung schloss sich auch die IG Metall Küste an.

Der Umweltverband Nabu kritisiert dagegen die Haltung der norddeutschen Bundesländer. In "Cuxhavener Appell 2.0." heiße es, dass vorhandene Produktionskapazitäten, Kosteneinsparpotenziale und Absatzmärkte für Zulieferer einen Ausbau von 30 Gigawatt notwendig machen würden. Der Nabu befürchtet wegen der Pläne aber Umweltschäden.

In Husum wird am Dienstag die Windenergiemesse Husum Wind eröffnet. Die Veranstalter erwarten 18 000 Besucher. Rund 650 Aussteller aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland haben sich bis Freitag angemeldet. Partner-Bundesland der Messe ist in diesem Jahr Nordrhein-Westfalen. Die Husum Wind findet im zweijährigen Wechsel mit der Partnermesse WindEnergy Hamburg statt, die als Leitmesse für den globalen Windenergiemarkt gilt.

dpa


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