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Die Toreinfahrt des Klosters Wöltingerode bei Vienenburg.

Die Toreinfahrt des Klosters Wöltingerode bei Vienenburg. © Holger Hollemann/Archiv

Geschichte

Niedersachsens Klöster auf einen Blick im Internet

Einen Überblick über 365 Ordenshäuser zwischen Nordsee und Harz bietet die neue niedersächsische Klosterkarte. Historiker der Universität Göttingen haben für das Internet-Portal Informationen über alle Klöster, Stifte und Domkapitel im Land zusammengetragen, die vor dem Jahr 1810 gegründet wurden.

Hannover. Mit einem Klick auf den jeweiligen Standort werden grundlegende Informationen sowie ein aktuelles Foto geliefert, falls das Gebäude noch steht. In Ostfriesland zum Beispiel gebe es nur noch sehr wenige Spuren von Klöstern, weil die Grafen dort die Reformation strikt durchgezogen hätten, sagte Projektleiter Niels Petersen. Im Braunschweiger Land dagegen wurden katholische Klöster teilweise in Schulen umgewandelt.

Die Karte wurde am Institut für Historische Landesforschung der Uni Göttingen erstellt. Die VGH-Stiftung und die Klosterkammer Hannover förderten das Projekt mit insgesamt 12 000 Euro. Grundlage war das 2012 erschienene, inzwischen vergriffene "Niedersächsische Klosterbuch". Die vier Bände sind ein Standardwerk für Wissenschaftler. Vergleichbare Klosterkarten im Internet gibt es Petersen zufolge nur in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Klöster waren im Mittelalter Kulturzentren und Großgrundbesitzer. Bis hinein ins 19. Jahrhundert hatten sie auch eine wesentliche politische Bedeutung. Aus diesem Grund hoben die Landesherren im Zuge der Reformation nicht alle Klöster auf und zogen ihr Vermögen ein. Insbesondere Frauenklöster wurden zu evangelischen Stiften umgewandelt, die teilweise heute noch existieren.

dpa


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