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Die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD).

Die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). © Holger Hollemann/Archiv

Schulen

Niedersachsen will Zahl der Sprachlernklassen senken

Wegen sinkender Flüchtlingszahlen im Land will Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) die Zahl der rund 700 Sprachlernklassen an Niedersachsens Schulen reduzieren.

Hannover. Ihr Ministerium bestätigte am Montag entsprechende Informationen des NDR. Die Unterrichtsstunden für diese Klassen, bei der ausschließlich junge Flüchtlinge unterrichtet werden, sei von rund 37 000 Lehrerstunden im Schuljahr 2014/2015 auf über 58 000 Lehrerstunden im Folge-Schuljahr gestiegen. Die niedersächsischen Schulen seien nun angewiesen, die jungen Flüchtlinge nach einem Jahr in diesen Lernklassen in ganz normale Schulklassen mit deutschen Schülern zu überführen.

Zusätzliche Sprachförderung sollten sie aber weiterhin erhalten, betonte ein Sprecher: "Es gilt nach wie vor das Motto: Weniger Sprachlernklassen bedeuten nicht weniger Sprachförderung." Förderung wäre etwa durch Einzelstunden denkbar. Hintergrund der Weisung des Ministeriums war auch eine Prognose, wonach sich die Stundenanzahl für die Sprachförderung dank der abnehmenden Tendenz beim Flüchtlingszuzug auf 51 000 Stunden pro Schuljahr verringern lassen könnte. Die genauen Anmeldungen für den Zusatzbedarf Sprachförderung müssten nun zeigen, ob diese Prognose der Realität entspricht.

dpa


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