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11:37 09.12.2009
Von Klaus Wallbaum
Niedersachsen vereinigt
 die Haupt- und Realschulen. Quelle: ddp (Symbolbild)

Lediglich in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch soll es dann noch zwingend getrennten Unterricht geben. Damit könnten die Haupt- und Realschulkinder der Stufen fünf bis acht vom Sommer 2010 an in gemeinsamem Klassen unterrichtet werden. Entsprechende Pläne reifen derzeit im Kultusministerium, wie aus Regierungskreisen verlautet.

Der Erlass, der nach Angaben des Kultusministeriums im Januar vorgelegt werden soll, reagiert auf die in vielen Regionen stark rückläufigen Anmeldungen zur Hauptschule. Vor allem die kommunalen Spitzenverbände fordern als Konsequenz vehement eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule. Dies sei oft der einzige Weg, kleine Schulstandorte zu erhalten. Landesweit gibt es zwar schon 220 solcher Schulverbünde, nach den bisherigen Vorschriften dürfen die Kinder aber lediglich in einem Wahlpflichtkurs und in den Fächern Sport und Musik gemeinsam unterrichtet werden. Mit dem Erlass soll dies jetzt auf die Mehrzahl der Fächer ausgeweitet werden. Offen ist noch, inwieweit der Erlass in Ausnahmefällen auch für die Klassen fünf und sechs gemeinsamen Deutsch- und Matheunterricht zulassen wird. Dies sei überall dort sinnvoll, heißt es aus Koalitionskreisen, wo die Zahl der Hauptschüler zu gering ist für eigenständigen Unterricht.

Die Pläne werden von Schulexperten als erster Schritt zur Abschaffung der eigenständigen Hauptschule gedeutet. Der Sprecher des Kultusministeriums bestreitet diese Bewertung allerdings: Es solle weiterhin vier getrennte Abschlüsse geben – Hauptschulabschlüsse nach Klasse neun und zehn, Realschulabschluss nach Klasse zehn und erweiterter Realschulabschluss, der zum Wechsel aufs Gymnasium nötig ist. Außerdem sei der Erlass nur ein Angebot an die Kommunen als Schulträger. Die CDU/FDP-Koalition hatte bisher am Ziel einer eigenständigen Hauptschule festgehalten und die „Profilierung“ dieser Schulform versprochen. Dies sollte über weitere dort tätige Sozialarbeiter geschehen, außerdem über die intensive Verzahnung von Hauptschule und Angeboten der beruflichen Bildung. Kritiker halten Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann allerdings entgegen, dass diese Versuche den Elternwillen bisher nicht sonderlich beeinflusst hätten; die Hauptschule sei dadurch nicht populärer geworden.

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