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Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur.

Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur. © Silas Stein/Archiv

Kriminalität

Niedersachsen rüstet im Kampf gegen Cyberkriminalität auf

Die Polizei in Niedersachsen stellt zusätzlich IT-Experten ein, die gegen Kriminalität im Internet vorgehen sollen. Ziel ist es, mit den Tätern technisch auf Augenhöhe zu bleiben, um ihnen das Handwerk zu legen.

Hannover. Im Kampf gegen Internetkriminalität stellt die Polizei in Niedersachsen in diesem Jahr weitere 59 IT-Experten ein. Schon im vergangenen Jahr wurden 21 externe Fachkräfte eingestellt, die sowohl im Landeskriminalamt als auch in den Polizeidirektionen in der Fläche eingesetzt werden, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag. "Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren und müssen mit den Kriminellen auf Augenhöhe bleiben." Cyberkriminalität betreffe Wirtschaftsunternehmen, aber auch Behörden, Hochschulen oder Stadtverwaltungen seien betroffen.

Auch die Fortbildung der gewöhnlichen Polizeibeamten beim Thema Cybercrime werde verstärkt, sagte Pistorius. Jeder Beamte solle zu ersten Ermittlungsschritten bei Fällen von Internetkriminalität in der Lage sein. Die Täter agierten weltumspannend und hochprofessionell.

Einerseits werde mit Hackerangriffen auf Unternehmen oder Behörden versucht, Geld zu erpressen. Andererseits bedienten sich Kriminelle für den Handel mit Rauschgift, Waffen und Sprengstoff verstärkt des Darknets, eines schwer überschaubaren Bereiches im Internet.

Als Arbeitgeber sei die Polizei für die externen IT-Experten interessant, auch wenn die Bezahlung nicht mit jedem Angebot der freien Wirtschaft mithalten könne, sagte Pistorius. Die Computerexperten interessierten sich dafür, mit ihrem Fachwissen bei der Kriminalitätsbekämpfung mithelfen zu können. Außerdem könne eine Beschäftigung etwa beim Landeskriminalamt durchaus förderlich für die spätere Karriere bei einem anderen Arbeitgeber sein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt, dass zusätzliche Cybercrime-Experten eingestellt werden. Bei neuen Formen von Kriminalität sei es wichtig, dass die Sicherheitsbehörden ihre Mittel und Möglichkeiten regelmäßig abglichen, sagte der GdP-Landeschef Dietmar Schilff. Er forderte zusätzlich, dass auch der internationale Austausch der Ermittler bei der Bekämpfung von Terror, organisierter Kriminalität und Bandenkriminalität gestärkt wird.

dpa


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