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Nachrichten Niedersachsen Niedersachsen kämpft noch immer mit Hochwasser-Schäden
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11:42 04.09.2017
Wasser überflutet in Goslar die historische Altstadt. Foto: Swen Pförtner/Archiv
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Braunschweig

Nach den schweren Unwettern im Juli mit teils dramatischen Schäden laufen in den betroffenen Gebieten die Schadenserhebungen. Im Landkreis Goslar seien nach der derzeitigen Schätzung Schäden von 13,8 Millionen Euro etwa an öffentlichen Gebäuden, Schulen und Brücken entstanden, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Für Schäden bei den privaten Haushalten und Gebäuden gebe noch keine belegbaren Zahlen. Nach derzeitigen Erkenntnissen seien knapp über 1 000 Haushalte sowie rund 4 300 Personen betroffen. Die Schadenshöhen seien dabei sehr unterschiedlich, zwischen 500 Euro bis hin zu mehreren 10 000 Euro.

Auch im Kreis Hildesheim sind infolge des Unwetters schwere Schäden entstanden. Hart getroffen wurde etwa das Solebad in Bad Salzdetfurth. "Der Geschäftsbetrieb ist weiterhin eingestellt", sagte eine Sprecherin der Kurbetriebsgesellschaft (KBG). Das Schwimmbad könne auch längerfristig nicht betrieben werden. Sämtliche technische Anlagen hätten bis zu 1,80 Meter unter Wasser gestanden.

Derzeit könnten die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden nur mit Baustrom fortgeführt werden, um - so die Hoffnung - zum Jahresende wieder eröffnen zu können. "Zu dem Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro kommt somit auch noch der Umsatzausfall für die nächsten Monate", bilanzierte die KBG-Sprecherin. Für die Solebad-Mitarbeiter sei Kurzarbeit angemeldet worden. "Die Versicherungsgesellschaft hat eine Regulierung abgelehnt, obwohl die KBG eine Starkregenversicherung abgeschlossen hat", sagte Geschäftsführer Martin Kaune. Ob Landesmittel generiert werden könnten, stehe derzeit noch nicht fest.

Auch im stark betroffenen Landkreis Wolfenbüttel meldeten sich Hochwassergeschädigte. Nach Angaben eines Sprechers sind seit Mitte August 36 Anträge eingegangen und 28 250 Euro Soforthilfe im Namen des Landes bewilligt worden. Da bei der Soforthilfe des Landes zurzeit ausschließlich Hausrat ersetzt werde, seien die Anträge auch in diese Richtung gestellt. "Es werden zum Teil aber auch bauliche Maßnahmen mit aufgeführt", so der Sprecher. Die Landkreise Goslar und Wolfenbüttel hatten wegen des Hochwassers Katastrophenalarm ausgerufen.

Laut einer ersten Zwischenbilanz aus dem Umweltministerium waren bis zum Ende der vergangenen Woche Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 55 000 Euro erteilt worden. Man gehe aber davon aus, dass das Antragsaufkommen deutlich steige. Für die kommunale Infrastruktur, in der Land- und Forstwirtschaft und Unternehmen müsse mit einem hohen Schadensaufkommen gerechnet werden. Das Land hat zunächst 50 Millionen Euro für die Hochwasserhilfe bereitgestellt.

dpa

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