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14:20 18.01.2010
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Das ergibt ein Bundesländer-Vergleich der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung, der am Montag veröffentlicht wurde. Die Stiftung analysierte für ihre Studie „Die Bundesländer im Standortwettbewerb 2010“ den Zeitraum zwischen 2006 und 2008. Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit von Niedersachsen sei von dieser Strategie „abzuraten“, heißt es in der Studie.

Zusätzliche Gelder sind laut Studie etwa für in die Infrastruktur nötig. Sowohl im Bereich Luftverkehr als auch bei den Straßen gebe es noch Verbesserungspotenzial. So sei beispielsweise der Nordosten „unterdurchschnittlich“ mit Autobahnen erschlossen. Die geplante Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg bedeute für den strukturschwachen Raum aber eine Verbesserung. Zudem würde die A 39 die A 7 zwischen Hamburg und Südniedersachsen entlasten.

Von einer verbesserten Infrastruktur profitiere auch der Tourismus. Mit rund 280 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern ist der Fremdenverkehr ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Land. Im bundesweiten Vergleich belegt Niedersachsen in diesem Segment aktuell nur noch den sechsten Platz. Da sich der Fremdenverkehr in Berlin besser entwickelt habe, musste Niedersachsen trotz leichter Verbesserungen seinen fünften Rang aus der Studie 2004 bis 2006 an die Bundeshauptstadt abgeben.

Abgesehen von dem letzten Platz bei den Investitionen belegt Niedersachsen bei den Kernpunkten „Beschäftigung“, „Einkommen“ und „Sicherheit“ durchschnittliche Plätze. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen. Die Arbeitslosenquote beträgt 11,3 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mit knapp 25 900 Euro jedoch rund 3000 Euro unter dem Länderdurchschnitt. Spitzenreiter ist hier Hamburg mit 49 000 Euro.

Ziel der Studie ist laut Stiftung eine bessere Transparenz im föderalen Standortwettbewerb. Der Aufholprozess in den neuen Ländern gehe aber nur sehr schleppend voran. In Berlin sei das Armutsrisiko so hoch wie nirgendwo sonst in Deutschland. lni

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