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Nachrichten Niedersachsen Niedersachsen bringt 500 Flüchtlinge in Sommerlager unter
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18:02 04.09.2015
Eine irakische Familie kommt im Grenzdurchgangslager Friedland an. Quelle: Stefan Rampfel/Archiv
Friedland

Angesichts der Engpässe durch ständig steigende Flüchtlingszahlen in Niedersachsen hat ein Koordinierungsstab des Innenministeriums seit vergangener Woche rund 2 000 zusätzliche Plätze für Flüchtlinge geschaffen. Noch am Freitag wollte das Land 500 Asylsuchende in einem Jugendzeltlager bei Cuxhaven einquartieren. Jeweils die Hälfte stammt aus überfüllten Erstaufnahmeeinrichtungen in Bramsche und Friedland, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag mit. Die im Sommerlager Otterndorf bestehenden Zelte sollen sukzessive ausgetauscht werden gegen mobile feste Unterkünfte.

Aktuell werden vom Team des Koordinierungsstabes knapp 20 weitere Liegenschaften geprüft. Fest steht bereits, dass in Schwanewede und in Hameln weitere Unterkünfte eingerichtet werden. Zudem werden auf dem Gelände der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen 500 Plätze in Zelten geschaffen, so das Ministerium. In Schwanewede (Kreis Osterholz) werden in einer Bundeswehrkaserne nach dem planmäßigen Abzug der letzten Soldaten ab Mitte September zudem bis zu 900 Plätze eingerichtet.

In der Kaserne sind derzeit noch 15 bis 20 Soldaten untergebracht. Früher waren dort bis zu 4000 Soldaten von Panzergrenadier-Einheiten stationiert. Das Land mietet die Kaserne zunächst für acht Monate an. Auch der Landkreis Hameln-Pyrmont wollte am Abend über entsprechende Pläne für die ehemalige Linsingen-Kaserne in Hameln informieren.

Niedersachsen erwartet in diesem Jahr nach jüngsten Schätzungen mit rund 75 000 Flüchtlingen fast doppelt so viele Menschen wie zunächst angenommen. Auf Drängen der oppositionellen CDU soll bei einer Sondersitzung des niedersächsischen Landtags am 10. September über Lösungen für die Flüchtlingssituation debattiert werden.

Der Leiter des Koordinierungsstabes, Ministerialdirigent Friedhelm Meier, betonte die Bedeutung der guten Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Hilfsorganisationen bei der Suche nach Unterkünften. "Von der Entscheidung für einen Standort bis zur Einrichtung vergehen häufig weniger als 48 Stunden", erklärte er.

dpa

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