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16:29 18.12.2008
Insgesamt nimmt die Zahl der betreuten Kinder zu. Quelle: Nancy Heusel
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Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag anhand von Zahlen aus dem März 2008 mitteilte, wird nur etwa jedes zehnte niedersächsische Kleinkind in einer Kita oder von Tageseltern betreut. Von den laut Bundes- und Landesstatistikern 198.770 Kindern unter drei Jahren schickten die Eltern 18 190 (knapp 9,2 Prozent) in fremde Betreuung. Dies bedeutet die geringste Betreuungsquote in ganz Deutschland von Kleinkindern unter drei Jahren.
Insgesamt steigt die Zahl der betreuten Kinder jedoch stetig an. Im Vergleich zum Vorjahr gingen 29,4 Prozent (4129 Kinder) mehr in Kitas oder zu Tageseltern. Diese Steigerungsrate wurde nur von Nordrhein-Westfalen (+ 33,2 Prozent) und Schleswig-Holstein (+ 38,3 Prozent) übertroffen. Dennoch ist die Landesregierung von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) noch weit von ihrem Ziel entfernt, bis 2013 etwa 62 000 Krippen- und Tagespflegeplätze anzubieten. Dies bedeutete einer Quote von rund 35 Prozent, was den Wünschen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) entspräche. „Das ist eine ehrgeizige Aufgabe, aber das ist es bundesweit“, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Hannover.

Kein einziges westliches Bundesland - von Gesamt-Berlin abgesehen - erreicht diesen Wert derzeit auch annähernd. In den neuen Bundesländern reicht die Betreuungsquote dagegen von 36,5 Prozent in Sachsen bis 52,7 Prozent in Sachsen-Anhalt. Bis 2013 werden den Trägern in Niedersachsen 226 Millionen Euro zum Ausbau von Krippenplätzen zur Verfügung gestellt. Die meisten Mittel - gut 203 Millionen Euro - kommen vom Bund, der Rest je zur Hälfte vom Land und den Kommunen. Mit dem Geld sollen neue Einrichtungen gebaut, sowie alte ausgebaut und saniert werden. An Betriebskosten, also unter anderem für mehr benötigtes Personal, will die Landesregierung mehr als 450 Millionen Euro investieren.

Die Landtagsgrünen forderten die Landesregierung auf, mehr eigene Landesmittel zur Schaffung von Krippenplätzen bereitzustellen. Niedersachsen brauche „mehr Fahrt beim Ausbau der Kinderbetreuung“, sagte die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Frauke Heiligenstadt. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP hatten in der vergangenen Woche im Landtag jeweils einen Änderungsantrag von SPD und den Grünen zum Kita-Gesetz als „nicht finanzierbar“ abgelehnt. Die Oppositionsfraktionen hatten unter anderem eine dritte Fachkraft pro Kita-Gruppe gefordert.

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